Die Lebensmittel- und Pharmaindustrie bietet zahlreiche Produkte an, die "mehr Gesundheit" suggerieren oder sogar versprechen. Es sollen damit real und angenommene Versorgungslücken mit bestimmten Nährstoffen (z.B. Folsäure) ausgeglichen, die Gesundheit und das Wohlbefinden positiv beeinflusst oder sogar Krankheiten vorgebeugt werden. Bisweilen werden aber auch "unerwünschte" Stoffe entfernt, z.B. der Fettgehalt von Lebensmitteln vermindert. Die Verbraucher werden dabei mit völlig unterschiedlichen Produktgruppen konfrontiert, die es voneinander abzugrenzen gilt. Die wichtigsten sind Funktionelle Lebensmittel, diätetische Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel.
Antioxidative Vitamine, Zink, Selen sowie L-Carnitin und Coenzym Q10 konnten in verschiedenen Studien die Spermaqualität verbessern. Allerdings lagen die Dosierungen zum Teil über den empfohlenen Höchstmengen.
Wer ausreichend Antioxidanzien wie Vitamin C, E, Carotinoide sowie Zink und Omega-3-Fettsäuren aufnimmt, Übergewicht vermeidet und nicht raucht, kann das Risiko für eine altersbedingte Makuladegeneration vermutlich senken.
Eltern sind schnell besorgt, wenn ihr Kind vermeintlich zu wenig Obst und Gemüse isst. Der Griff zu vitaminierten Lebensmitteln oder Supplementen erscheint vielfach als einfache Lösung. Doch die oft speziell als Lebensmittel für Kinder angepriesenen Produkte und Nährstoffpräparate sind alles andere als sinnvoll.
Der Wunsch nach ewiger Jugend ist beileibe keine Erscheinung der Neuzeit. Neu ist allerdings, dass die Werbung für derartige Mittel heutzutage vermittelt, dass man sich geradezu schämen muss, alt zu sein. Denn jeder hat ja die Chance zum Jungbleiben. Doch Anti-Aging-Mittel können das Altern nicht aufhalten.
Gesund und fit bis ins hohe Alter will jeder gerne sein. Doch ob dafür zusätzliche Mineralstoffe nötig sind, scheint fraglich. Ein Überangebot schadet sogar mehr, als es nutzt.
Als Urnahrung, Wunderwaffe der Natur und grünes Manna wird die blaugrüne Süßwasseralge angepriesen. Schulmediziner halten jedoch wenig von dem eiweißreichen Nahrungsergänzungsmittel. Was steckt tatsächlich in den kleinen Pillen und Pülverchen?
Proteinhaltige Aufbaupräparate sind unter Sportlern der Renner. Nicht nur Profis, sondern vor allem ambitionierte Freizeitsportler wie Bodybuilder oder Triathleten greifen häufig zu den Pulvern und Drinks. Dabei reicht das Protein aus unseren Lebensmitteln selbst bei vegetarischer Kost für Höchstleistungen aus.
Kreatin, Carnitin und Coffein sollen die Leistungsfähigkeit steigern - zumindest wenn man den Versprechen der Hersteller glaubt. Aber nur die wenigsten Nahrungsergänzungsmittel bringen tatsächlich einen Vorteil.
Benötigen wir heute mehr Nährstoffe als früher, oder reicht es aus, nährstoffreiche Lebensmittel zu essen? Wir fragten den Ernährungswissenschaftler Dr. Andreas Hahn, was er von Vitamintabletten und Mineralstoffpräparaten hält.
Gesundheit, Schönheit und Vitalität versprechen die Hersteller von Vitamintabletten und Mineralstoffdragees. Das Angebot auf diesem zweifelhaften Gesundheitsmarkt boomt wie nie zuvor. Das heißt aber noch lange nicht, daß Nahrungsergänzungen tatsächlich notwendig sind.