Insbesondere ältere Menschen schlucken Calcium in Tablettenform, um einer Osteoporose vorzubeugen. Doch der Nutzen von zusätzlichem Calcium auf die Knochenstabilität ist gering. Dagegen können Calciumpräparate in größeren Mengen das Risiko für Herzinfarkt erhöhen.
Wer sich mehrmals pro Woche eine halbe Handvoll Nüsse schmecken lässt, senkt mit hoher Wahrscheinlichkeit sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Denn Nüsse liefern günstige Fettsäuren und enthalten Herz schützende Inhaltsstoffe wie Vitamin E, Folsäure, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.
Als Arteriosklerose oder auch Atherosklerose bezeichnen Mediziner die Verengung der Blutgefäße. In den Arterien kommt es dabei zunächst zu Ablagerungen von Fetten - vor allem Cholesterin. Schreitet die Arteriosklerose fort, lagern sich weitere Stoffe wie Kalksalze und Wasser ab. Zusätzlich beginnen die Zellen der Gefäßwände zu wuchern. An den so entstandenen Verdickungen können sich kleine Blutgerinnsel anlagern, die den Durchmesser der Blutbahnen weiter verkleinern.
Eine ausreichende Aufnahme von Antioxidantien gilt als ein Schutzfaktor vor Arteriosklerose. Vegetarier nehmen mit ihrer Kost in der Regel mehr Antioxidantien auf als Fleischesser. Ob die höhere Zufuhr vor arteriosklerosefördernden Oxidationen schützt, untersuchten vier Forscherinnen aus Slowenien an 19 Ovo-Lacto-Vegetariern.
In der Natur kommen trans-Fettsäuren kaum vor. Durch die industrielle Härtung von Fetten sind sie aber in vielen Backwaren, Süßigkeiten oder Chips zu finden. Während in den 70er und 80er Jahren ein Zusammenhang zu Morbus Crohn sowie Krebs diskutiert wurde, vermuten Experten heute, dass trans-Fettsäuren ein Risikofaktor für Arteriosklerose und damit für Herzinfarkt sind.
Sport und Sportmedizin besitzen für unsere Gesellschaft die wichtige Aufgabe, die Prävention chronisch degenerativer Erkrankungen voranzutreiben, um darüber die mit hohen Kosten verbundene Morbidität im späten Erwachsenenalter zu begrenzen. Unabhängig vom Lebensalter sollte so mit angebotenen Aktivprogrammen das Ziel verknüpft sein, den Lebensstil bei Verbesserung der körperlichen und metabolischen Fitneß in Richtung auf eine gesunde, d. h. risikoarme Lebensweise zu verändern.
Einige Studien deuten darauf hin, daß eine Infektion mit dem Bakterium Chlamydia pneumoniae Entzündungen in den Blutgefäßen hervorruft, die möglicherweise zu Arteriosklerose führen.
Antioxidative Substanzen wie Beta-Carotin, Vitamin C und E in Lebensmitteln können das Risiko für Arteriosklerose verringern. Zur Vorbeugung sollten nährstoffreiche Lebensmittel bevorzugt werden, da die Wirksamkeit von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten nicht ausreichend belegt ist.
Bei Streß, Muskelkrämpfen oder Heuschnupfen wird häufig Magnesium empfohlen. Experten gehen davon aus, daß weite Teile der Bevölkerung nur gerade ausreichend mit dem lebenswichtigen Mineralstoff versorgt sind.
Um Arteriosklerose und Herz-Kreislauferkrankungen vorzubeugen, empfehlen Ernährungswissenschaftler eine vollwertige, mediterrane Küche. Reichlich Gemüse und Obst und Olivenöl statt Butter halten das Herz gesund.
CRP gilt seit neuerem als Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen. Das Protein wird bei entzündlichen Prozessen gebildet und in der Medizin als Parameter für Erkrankungen wie Rheuma oder Arteriosklerose verwendet.