Rund jeder Zweite mit starkem Übergewicht erkrankt früher oder später an Typ 2 Diabetes. Für die Entstehung der Zuckerkrankheit werden immer häufiger entzündliche Mechanismen diskutiert. Denn das Fettgewebe setzt eine Reihe von Botenstoffen frei, die Entzündung fördern.
Fast jeder dritte Bundesbürger hat Probleme mit der Verdauung von Fruchtzucker. Meist ist eine Fructosemalabsorption die Ursache. Im Gegensatz zu der sehr viel selteneren hereditären Fructoseintoleranz vertragen die Betroffenen noch gewisse Restmengen an Fruktose. Die diätetischen Empfehlungen sehen deshalb völlig anders aus.
Die Unverträglichkeit von Kohlenhydraten ist eine der häufigsten Ursachen für immer wiederkehrende Darmprobleme. Vor allem Milch- und Fruchtzucker führen zu Durchfall, Blähungen und anderen Beschwerden (Laktose- und Fructoseintoleranz). Meiden die Betroffenen die entsprechenden Lebensmittel, verschwinden die Symptome völlig.
Phenylketonurie ist eine angeborene Störung des Aminosäurestoffwechsels. Aufgrund eines genetischen Defektes kann der Körper die Aminosäure Phenylalanin nicht ausreichend abbauen. Bei den meisten Betroffenen ist die Aktivität des Enzyms Phenylalaninhydroxylase eingeschränkt, das für die Umwandlung von Phenylalanin in Tyrosin, eine weitere Aminosäure, zuständig ist.
Früher galt Gicht als eine Erkrankung der Reichen und Adeligen. Durch zunehmenden Wohlstand und ungünstige Ernährungsweisen ist sie heute in allen Bevölkerungsschichten verbreitet. Wenn Betroffene sich überwiegend vegetarisch ernähren und kaum Alkohol trinken, lassen sich schmerzhafte Gichtanfälle vermeiden.
Jedes Neugeborene wird am fünften Lebenstag auf Phenylketonurie untersucht. Denn nur eine Diät von Anfang an ermöglicht eine normale körperliche und geistige Entwicklung. Heute gehen Ärzte davon aus, dass die phenylalaninarme Kost ein Leben lang eingehalten werden muss.
Etwa jeder zehnte Deutsche kann Milchzucker aus der Nahrung nicht vollständig abbauen. Streichen die Betroffenen Milchprodukte und milchzuckerhaltige Lebensmittel weitgehend von ihrem Speiseplan, verschwinden die Beschwerden.
Die vom österreichischen Arzt Dr. Franz Xaver MAYR (1875-1965) entwickelte diagnostisch-therapeutische Methode ist ein natürliches ganzheitliches Heilverfahren. Diagnostisch ermöglicht es die Feststellung von vielen ansonst übersehenen Krankheitsvorstadien, sowie von beginnenden bis fortgeschrittenen Zivilisationsleiden. Es gibt Einblick in die gesamte Stoffwechsel- und Gesundheitssituation und ebnet den Weg zu einer gesünderen Neuordnung der Ernährungs- und Lebenweise.
Fasten ist eine physiologische Fähigkeit von Menschen und Tieren, die als Adaptation zu den jahreszeitbedingten Schwankungen im Nahrungsangebot gesehen werden muß. Diese Zeiten der Entspeicherung, wo Menschen und Tiere von ihren Energiereserven leben, können in der Naturheilkunde genauso wie essen, sich bewegen, schlafen, atmen, therapeutisch eingesetzt werden.
Wird für eine begrenzte Zeit auf Nahrung verzichtet, können sich zahlreiche Stoffwechselstörungen wieder normalisieren. Zudem hat das Immunsystem Gelegenheit, sich zu regenerieren. Heilfasten hat sich daher sowohl bei den sogenannten Zivilisationskrankheiten als auch bei vielen chronischen Entzündungen und immunologischen Entgleisungen wie Rheuma und Allergien als interdisziplinäreTherapie bewährt.