Der Milchzucker Laktose wird mit Hilfe des Enzyms Laktase (Beta-Galaktosidase) in seine Ausgangszucker gespalten. Als laktosefrei deklarierte Milchprodukte können zwar noch einen Rest Laktose enthalten, werden aber von Menschen mit einer Laktoseintoleranz meist gut vertragen.
Obwohl es milchsauer vergorenes Gemüse gibt, ist Milchzucker in diesen Lebensmitteln nicht enthalten. Milchsäurebakterien bauen in Gemüse enthaltene Kohlenhydrate wie Glucose oder Fructose zu Milchsäure ab.
Milch ist in Verruf geraten. Selbst ernannte Ernährungsexperten warnen pauschal vor Unverträglichkeitsreaktionen und Allergien. Nicht selten verzichten Eltern trotz unklarer Diagnose bei ihren Kindern vorschnell auf Milch und Milchprodukte und riskieren so eine mögliche Mangelernährung und Fehlentwicklung.
Die Unverträglichkeit von Kohlenhydraten ist eine der häufigsten Ursachen für immer wiederkehrende Darmprobleme. Vor allem Milch- und Fruchtzucker führen zu Durchfall, Blähungen und anderen Beschwerden (Laktose- und Fructoseintoleranz). Meiden die Betroffenen die entsprechenden Lebensmittel, verschwinden die Symptome völlig.
Bei einer Laktoseintoleranz kann der über Lebensmittel aufgenommene Milchzucker (Laktose) im Darm gar nicht oder nur unzureichend gespalten und vom Körper aufgenommen werden. Werden größere Mengen milchzuckerhaltiger Lebensmittel verzehrt, gelangt der Milchzucker unverdaut in den Dickdarm. Dort wirkt er zum einen abführend, zum anderen dient er bestimmten Darmbakterien der Darmflora als Nahrung. Diese bauen den Milchzucker unter anderem zu Gasen ab. Bei den Betroffenen treten dadurch individuell sehr unterschiedliche Beschwerden wie Blähungen, Bauchkrämpfe und Durchfall auf.
Etwa jeder zehnte Deutsche kann Milchzucker aus der Nahrung nicht vollständig abbauen. Streichen die Betroffenen Milchprodukte und milchzuckerhaltige Lebensmittel weitgehend von ihrem Speiseplan, verschwinden die Beschwerden.