Ab 14. Juli 2011 tritt eine neue EU-Regelung für den Einsatz von Pestiziden in Kraft. Insbesondere gefährliche Substanzen sollen langfristig vom Markt verschwinden. Doch bis die Verbote wirklich greifen, werden noch einige Jahre vergehen und Ausnahmegenehmigungen sind auch schon geplant.
Seit rund 100 Millionen Jahren bestäuben Bienen die verschiedensten Blütenpflanzen und produzieren nebenbei wertvollen Honig. Doch jetzt scheint die natürliche Süße so bedroht wie nie zuvor: Bienensterben in den USA, Antibiotika-Rückstände im Honig sowie genetisch manipulierte Pflanzen zerstören die Qualität des Naturprodukts.
Beinahe monatlich kommen neue Lebensmittelskandale ans Licht. Mal sind es mit Dioxin verunreinigte Eier oder verdorbenes Fleisch, mal sind es pestizidverseuchte Gemüse oder illegaler Genreis. Oft schaffen die unüberschaubaren Strukturen der Lebensmittelwirtschaft den Boden für die Skandale. Kann Bio uns davor schützen?
Die intensive Landwirtschaft spült tausende Tonnen Pestizide ins Grundwasser. Zahlreiche Substanzen aus der Chemieindustrie und Rückstände von Arzneimitteln finden sich im globalen Wasserkreislauf wieder. Über die hormonellen Wirkungen der giftigen Stoffe wissen Wissenschaftler noch recht wenig.
Wer reichlich Obst und Gemüse isst, stärkt seine Gesundheit. Doch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln trüben zunehmend den Genuss. Immer wieder gelangt unzulässig hoch belastete Ware in den Handel.
Der Anbau von Genpflanzen und die Verwendung transgener Organismen in der Lebensmittelindustrie sind heute schon Realität. Verbraucherschützer befürchten gesundheitliche Folgen und warnen vor einer Zunahme an Allergien, unwirksamen Antibiotika und ungeahnten Nebeneffekten.
Ob Tomaten, Äpfel, Bier oder Wurst: In Deutschland sind Lebensmittel und Muttermilch erheblich mit Nonylphenol belastet. Die Industriechemikalie kann Allergien auslösen und das Hormonsystem beeinträchtigen.
Öko-Lebensmittel erleben derzeit einen Boom. Kein Wunder nach Skandalen wie BSE oder Wachstumsförderern in der Tiermast. Denn mit dem Griff zu Bioprodukten kaufen die Verbraucher nicht nur ökologische Qualität, sondern zugleich auch mehr Sicherheit.
Durch Industrie und Landwirtschaft gelangen immer mehr synthetische Substanzen in die Umwelt. Viele davon greifen in den Hormonhaushalt von Mensch und Tier ein. Derzeit sind rund 200 Stoffe bekannt, die das hormonelle System aus dem Gleichgewicht bringen.