Vitamin D: Wie viel brauchen Kinder?

Regelmäßige Bewegung im Freien schützt Kinder vor Vitamin-D-Mangel und brüchigen Knochen. Dies betonen die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und die Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Endokrinologie in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Um eine optimale Vitamin-D-Versorgung zu erreichen, sollten sich Kinder und Jugendliche von April bis September zweimal pro Woche zwischen 5 und 30 Minuten mit unbedecktem Kopf sowie freien Armen und Beinen in der Sonne aufhalten. Ideal sei es, wenn sich Heranwachsende mindestens eine Stunde täglich im Freien intensiv bewegten. Neben der Vitamin-D-Bildung über die Haut wird so auch der Aufbau der Knochenmasse gesteigert. Eltern sollten verstärkt auf diesen Zusammenhang hingewiesen werden.Ist ein regelmäßiger Aufenthalt in der Sonne nicht möglich, sollten Kinder ab dem zweiten Lebensjahr täglich 400 Internationale Einheiten Vitamin D in Form von Supplementen aufnehmen. Für Säuglinge empfehlen die Experten bis zum zweiten erlebten Frühsommer zusätzlich zur Muttermilch oder Säuglingsnahrung täglich 400-500 Einheiten Vitamin D3. Ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin-D-Mangel haben Kinder, die strikt vegan aufwachsen, chronisch krank oder dunkelhäutig sind. So bilden arabische, asiatische oder afrikanische Menschen wegen ihrer dunklen Hautpigmente weniger Vitamin D. Bei diesen Kindern sollte jährlich der Vitamin-D-Spiegel im Blut geprüft werden. Liegen die Werte unter 30 Nanogramm pro Milliliter, raten die Gesellschaften zur Substitution. Konzentrationen von weniger als 20 ng 25-OH-Vitamin-D pro Milliliter Blut gelten als Mangel.

Literatur: Wabitsch M et al. Vitamin-D-Versorgung im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter. Monatsschr Kinderheilkd 2011, DOI 10.1007/s00112-011-2407-5

Quelle: UGB-Forum 5/11, S. 254



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