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Stabiles Gewicht – gesunder Darm

Übergewicht wird schon seit längerem mit dem Risiko für Dickdarmkrebs in Verbindung gebracht. Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke untersuchten im Rahmen der EPIC-Studie dazu weitere Vorgänge im Stoffwechsel.

wissenschaft aktuell

Sie verglichen in einer Fall-Kontroll-Studie die Daten von 452 an Dick- und Enddarmkrebs erkrankten Menschen mit denen einer gesunden Kontrollgruppe. Die Forscher achteten dabei auch auf zwanzig verschiedene Biomarker, darunter der Langzeitblutzuckerwert HbA1c. Es stellte sich heraus, dass die Dickdarmkrebspatienten über die Jahre mehr Gewicht zugenommen hatten als die Kontrollgruppe. Eine jährliche Gewichtszunahme von 300 Gramm ab dem zwanzigsten Lebensjahr oder 9 Kilogramm über einen Zeitraum von 30 Jahren erhöhte das Risiko deutlich, an Dickdarmkrebs zu erkranken.

Die Forscher beobachteten zudem, dass auch eine Zunahme des Taillenumfangs sowie ein hoher HbA1c-Wert eine Rolle spielen. Bei Enddarmkrebs konnten sie dies nicht beobachten. Dies legt den Schluss nahe, dass eine Störung des Zuckerstoffwechsels als physiologische Veränderung bei Übergewicht an der Entstehung von Dickdarmkrebs beteiligt ist. Ein lebenslang stabiles Körpergewicht mit wenig Bauchfett halten die Wissenschaftler für wichtig, um das Krebsrisiko zu senken.

Quelle: Bansner J. UGBforum 5/17, S. 251

Literatur:
Aleksandrova K et al (2017). Metabolic Mediators of the Association Between Adult Weight Gain and Colorectal Cancer: Data From the European Prospective Investigation Into Cancer and Nutrition (EPIC) Cohort. Am J Epidemiol, 185 (9):751-764



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