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Kapuzinerkresse gegen Diabetes?

Kapuzinerkresse enthält eine hohe Konzentration an Senfölverbindungen, die für den scharfen Geschmack verantwortlich sind. Ein Team aus deutschen Wissenschaftlern wollte nun genauer wissen, wie diese Stoffe auf den Insulin- und Glucosestoffwechsel in menschlichen Zellen wirken.

wissenschaft aktuell

Hierfür extrahierten sie Benzyl­glucosinolate der Kresse, versetzten sie mit einem pflanzlichen Enzym und überführten sie in das Senföl Benzylisothiocyanat. Die Laborstudie zeigte, dass dieses Senföl die Signalwege des Botenstoffs Insulin verändert und Enzyme für die Glucoseneubildung reduziert. Damit könnten sie den Zuckerstoffwechsel günstig beeinflussen. Zusätzlich aktiviert das Senföl die Bildung von Enzymen zur Entgiftung.

Die Ergebnisse deuten an, dass die Senfölglycoside der Kresse in der Prävention und Behandlung von Typ-2-Diabetes eine Rolle spielen könnten. Weitere Untersuchungen müssen die positiven Eigenschaften nun in Ernährungsstudien mit Kapuzinerkresse untermauern.

Quelle: Esther Nelle/Hans-Helmut Martin. UGBforum 3/17, S. 146

Literatur:
Guzmán-Pérez V et al (2016). BenzylglucosinolateDerived Isothiocyanate from Tropaeolum majus Reduces Gluconeogenic Gene and Protein Expression in Human Cells. Plos One 11 (9)



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