Herzinfarkt durch hohe Homocysteinwerte?

Ein erhöhter Homocysteinspiegel im Blut ist ein Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen - darin waren sich die Teilnehmer der 71. Wissenschaftlichen Tagung der American Heart Association in Dallas einig. Mehrere große Studien haben die schwefelhaltige Aminosäure, die im menschlichen Stoffwechsel gebildet wird, mittlerweile unter die Lupe genommen.

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Dabei hat sich gezeigt, daß hohe Homocysteinspiegel im Blut das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt und Bypass-Operationen erhöhen. Neben einer erblichen Veranlagung und einem hohen Lebensalter sollen methioninreiche Lebensmittel wie Fleisch sowie Rauchen und die Einnahme bestimmter Medikamente zu erhöhten Werten beitragen. Senken läßt sich der Homocystein-Spiegel durch eine ausreichende Zufuhr der Vitamine B6, B12 und Folsäure. Die Experten raten zu einer ausgewogenen Ernährung mit viel grünen Gemüsen, Zitrusfrüchten, Bananen und Vollkornprodukten. Tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eier und Milch sorgen für ausreichend Vitamin B12. Ob durch verringerte Homocysteinwerte auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen sinkt, konnten die Experten allerdings nicht eindeutig beantworten.

LITERATUR:
N.N.: Kongreßbericht. Homocystein und kardiovaskuläres Risiko. Schützt Folsäure vor Infarkt? In: Münchner Medizinische Wochenschrift 141 (14), S. 16, 1999

Quelle: UGB-Forum 3/99, S. 173


Dieser Beitrag ist dem UGB-Archiv entnommen.

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