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Sind flexible Backformen aus Kunststoff belastet?

Die neuen flexiblen Backformen bestehen aus Silikon, einem temperaturbeständigen Kunststoff. Eine mögliche Ausdünstung schädlicher Substanzen beim Erhitzen tritt bei den meisten Formen nicht auf. Je nach Qualität des Kunststoffs übersteigt der Gehalt an flüchtigen organischen Verbindungen bei einzelnen Formen die zulässigen Höchstwerte.

Unter Namen wie Flexiform, Milleforme oder Moul´Flex sind seit einiger Zeit leuchtend gelbe, blaue und rote Kunststoff-Backformen erhältlich. Auch Backmatten, die als Ersatz für Backpapier verwendet werden können, und hitzebeständige Backpinsel sind im Handel. Die biegsamen Formen bestehen aus Silikon, einem temperaturbeständigen, unzerbrechlichen Material. Es kann von -40 Grad Celsius bis +280 Grad Celsius eingesetzt werden und eignet sich laut Herstellerangabe für die Verwendung in Gas-, Elektro- und Mikrowellenöfen und zum Tiefgefrieren. Selbst drastische Temperaturunterschiede schaden den Silikon-Formen nicht. Sie behalten ihre Form und leiden auch dann nicht, wenn sie direkt vom Tiefkühlfach in den Ofen oder in die Mikrowelle geschoben werden. Von den Anbietern wird insbesondere die geringe Anhaftung des Teiges, die leichte Reinigung und platzsparende Aufbewahrung angepriesen. Die gute Wärmeleitfähigkeit des Materials soll eine Energieersparnis von bis zu 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Formen bringen. Im Vergleich zu Backformen aus Metall oder Glas verringern sich dadurch die Garzeiten im herkömmlichen Backofen merklich.

Einfetten der Formen ist überflüssig, denn das Gebäck lässt sich problemlos herausstülpen. Direkter Kontakt mit Feuer oder glühenden Gegenständen muss aber ebenso vermieden werden wie das Schneiden in den Behältnissen. Nach einer Untersuchung der Zeitschrift Öko-Test ist die Stabilität der meisten flexiblen Formen in Ordnung, so dass sie sich auch befüllt noch transportieren lassen. Bei den dünneren Materialien muss auf die mitgelieferten Stabilitätshilfen zurückgegriffen oder der Teig erst eingefüllt werden, wenn die Form bereits auf einer festen Unterlage wie dem Backrost steht.

Die Gesundheitsverträglichkeit von 15 Backformen verschiedener Hersteller hat im Herbst 2004 das Öko-Test-Magazin untersuchen lassen. Das beauftragte Labor fahndete nach flüchtigen organischen und zinnorganischen Verbindungen und überprüfte, ob Stoffe aus der Form ins Gebäck übergehen. Zinnorganische Verbindungen haben die Tester glücklicherweise nicht gefunden, bei den flüchtigen organischen Verbindungen überstieg der Gehalt bei drei Formen den zulässigen Höchstwert von 0,5 %. Bei hohen Temperaturen von 260 °C überstiegen drei Formen und bei 175 °C eine Form außerdem den zulässigen Richtwert für den Übergang von Stoffen aus Kunststoffen. Als Ursache für die erhöhten Werte vermuten die Tester minderwertiges Rohmaterial und unzureichende Verarbeitungstechniken. Der interessierte Verbraucher muss sich entweder die Testergebnisse anschauen oder den gesundheitlich unbedenklichen Backformen aus Blech treu bleiben.

Die bunten Silikonformen gibt es in praktisch allen Formen wie herkömmliche Backformen auch. Darüber hinaus sind Muffin-, Halbkugeln-, Rechtecke- oder Pyramidenformen erhältlich. Die Preise für für eine Kasten- oder runde Form reichen sie von etwa fünf bis zu fast 25 Euro.

Literaturangaben:
N.N.: Test Silikonbackformen. Au Back! In: Öko-Test 11, S. 18-22, 2004
Waschbär Umweltversand, Freiburg: Produktinformation Milleforme
Produktinformationen aus: www.lurch.de, www.backfun.de, www.supervosges.com

Stand 2007



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