Listerien kommen vor allem in rohen Fleischwaren, Rohmilchkäse und Speiseeis vor. Über eine Sekundärinfektion können aber auch Gemüse sowie eingeschweißte Fleisch- und Fischprodukte betroffen sein.
Listerien sind Bakterien, die in unserer Umwelt weit verbreitet sind. Vor allem der Erreger Listeria monocytogenes verursacht die Erkrankung Listeriose. Die Keime können sich noch bei Kühlschranktemperaturen vermehren, werden jedoch durch mehrminütiges Erhitzen auf über 70 °C abgetötet. Eine Listeriose ist vor allem für Schwangere bedenklich, da der Erreger über die Gebärmutter auf das Kind übergehen kann. Während die Mutter oft nur einen fiebrigen Infekt hat, kann der Fötus absterben oder schwer geschädigt werden.
Um eine Listerieninfektion zu vermeiden, empfiehlt es sich, rohe Nahrungsmittel getrennt von gekochten aufzubewahren und Reste vor dem Verzehr ausreichend lange zu erhitzen. Gemüse sollte gründlich gereinigt und der Kühlschrank zweimal monatlich ausgewischt werden. Besonders Schwangere sollten bei eingeschweißter Fleisch- und Fischware auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten und Produkte in Vakuumverpackungen bereits vor diesem Datum verbrauchen.
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