Wasserprivatisierung: Durst auf Profit

Zugang zu sauberem Wasser ist seit 2010 als Menschenrecht anerkannt. Dennoch gerät die lebenswichtige Ressource immer stärker in den Fokus privater Konzerne. Sie pumpen Grund- und Quellwasser ab und verkaufen es mit Markenetikett gewinnbringend in der Flasche – oft zu einem Vielfachen des Preises von Leitungswasser.

Seit 2010 ist der Markt für Flaschenwasser um mehr als 70 Prozent gewachsen. Der Jahresumsatz liegt derzeit bei über 300 Milliarden Euro. Den Weltmarkt dominieren Coca-Cola, Danone, Nestlé und PepsiCo. In den USA liegt ihr Marktanteil bei über 70 Prozent. Flaschenwasser ist deutlich teurer als Leitungswasser. Das trifft vor allem einkommensschwache Haushalte: Menschen, die über kein oder lediglich ungenießbares Leitungswasser verfügen, müssen überdurchschnittlich hohe Ausgaben tragen. Laut Schätzungen würde bereits weniger als die Hälfte der weltweiten Ausgaben für Flaschenwasser reichen, um Hunderten Millionen Menschen langfristig den Zugang zu sauberem Leitungswasser zu ermöglichen ...

Bild © DenisMArt, borgogniels/depositphotos.com

Stichworte: Trinkwasser, Lebensmittelindustrie, Wasserverbrauch


Vollwertküche – vom Wissen zum Genuss Dieser Beitrag ist erschienen in:
UGBforum 4/2026
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