Longevity: Wollen wir unendlich leben?

Das Thema Longevity, also Langlebigkeit, ist aktuell in aller Munde. Angesichts neuer Erkenntnisse über die menschlichen Alterungs-
prozesse und angetrieben durch das Kapital hochvermögender Finanzakteure stellen sich alte Fragen nach dem Umgang mit dem natürlichen Lebensende in neuem Licht.

Der Longevity-Trend hat seinen Ursprung im Silicon Valley, dem weltweit bedeutendsten Standort der IT- und Hightech-Industrie im amerikanischen Kalifornien. Weltweit boomen Biotech-Firmen, die auf Erforschung der Altersprozesse, Messung der Körperfunktionen oder Nahrungsergänzungen setzen. Aus ethischer Sicht gilt es zunächst, den Begriff Longevity zu differenzieren: Zum einen geht es um den Wunsch, im Alter eine möglichst lange Zeit einer gesunden, aktiven und selbstbestimmten Lebensführung zu erreichen. Das ist weder neu noch grundsätzlich fragwürdig. Wer bereits heute versucht, sich bis ins Alter durch regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung fit zu halten, macht ja im Grunde nichts anderes. Wer sollte dagegen etwas vorzubringen haben? Man könnte diese auf Lebensqualität ausgerichtete Auslegung nach dem Motto des antiken Philosophen Epikur „Lieber besser als länger leben“ als epikureische Longevity bezeichnen ...

Bild © Hyejin Kang/stock.adobe.com

Stichworte: Langlebigkeit, Longevity, Lebensalter, Philosophie, Ethik


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UGBforum 1/2026
Longevity: Strategien für gesunde Lebensjahre


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