Kaltgepreßtes, unraffiniertes Rapsöl aus ökologischem Anbau ist im Rahmen der Vollwert-Ernährung empfehlenswert. Es enthält reichlich einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren und eignet sich besonders für die Zubereitung von Salaten.
Rapssamen enthalten rund 40 % Öl, das zu 60 % aus Ölsäure und zu 5-7 % aus Alpha-Linolensäure besteht. Ölsäure kann als einfach ungesättigte Fettsäure den Cholesterinspiegel im Blut senken und so Herz-Kreislauferkankungen vorbeugen. Die Linolsäure ist mit etwa 20 % ebenfalls reichlich vertreten. Die meisten anderen Pflanzenöle - außer Leinöl und Walnußöl - enthalten nicht einmal 1 % der essentiellen Omega-3-Fettsäure. Wegen seines hohen Gehaltes an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sollte insbesondere kaltgepreßtes, unraffiniertes Rapsöl weder hoch erhitzt noch lange gelagert werden. Am besten wird es in kleinen Mengen eingekauft sowie kühl und dunkel aufbewahrt.
Im Rahmen der Vollwert-Ernährung ist kaltgepreßtes, natives Rapsöl für Salate sehr empfehlenswert. Es hat eine günstige Fettsäurenzusammensetzung, und die Ölsamen können in Deutschland angebaut werden. Bisher hat es sich aber im Naturkosthandel nicht durchsetzen können und ist nur in wenigen Geschäften erhältlich.
Hans-Helmut Martin/ Wiebke Franz
LITERATUR:
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ERBERSDOBLER, H.: Rapsöl in der Ernährung. ufop-Presseinformation, Bonn o.J.
N.N.: Krebserregend kochen. In: VitaMinSpur 11 (2), S. 57, 1996
NYDAHL, M. et al.: Similar serum protein cholesterol concentrations in healthy subjects on diets enriched with rapeseed and with sunflower oil.
In: Europ.J.Clin.Nutr. 48, S. 128-137, 1994
ÖLMÜHLE SOLLING (Hrsg.): Ölmühle Solling - Produktinformation Speiseöle, Bevern 1996
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