Lebensmittel, die viel Vitamin K enthalten, können auch bei einer Therapie mit gerinnungshemmenden Medikamenten problemlos gegessen werden. Über die Nahrung aufgenommenes Vitamin K beeinträchtigt den Blutgerinnungsschutz nur unwesentlich.
Nach einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder bei Gefahr von Thrombosen bekommen Patienten häufig Medikamente verordnet, z. B. Marcumar, die die Gerinnungsneigung des Blutes verringern. Die in den Mitteln enthaltenen Cumarinderivate hemmen die Bildung der Gerinnungsfaktoren in der Leber und sorgen so dafür, daß das Blut im Fluss bleibt. Vitamin K hat eine entgegengesetzte Wirkung und regt die Synthese dieser Gerinnungsfaktoren an. Einige Mediziner sind daher der Ansicht, daß bei der Einnahme von Gerinnungshemmern auf eine geringe Vitamin-K-Aufnahme geachtet werden sollte oder die Mittel höher dosiert werden müssen.
LITERATUR:
BIESALSKI, H.-K. u.a.: Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe S. 33-40, Thieme, Stuttgart 2002
KASPER, H.: Ernährung und Marcumar-Therapie. In: Medizin und Ernährung Supplement 6, S. 39, 1997
Hauner, H.: Vitamin K und gerinnungshemmende Medikamente. eingesehen am 22.11.2011
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