Meeresplastik: Aufräumen im Ozean?
Joghurtbecher, Plastikflaschen, Kunststoffverpackungen – Jahr für Jahr gelangen Millionen Tonnen Plastik in die Meere. Im größten Müllstrudel des Pazifiks treiben heute schätzungsweise 1,8 Billionen Plastikteile. Abhilfe sollen schwimmende Barrieren schaffen, die das Plastik aus den Ozeanen einsammeln. Doch wie wirksam ist diese Technik und kann sie das Problem der kontinuierlichen Plastikverschmutzung der Ozeane lösen?

Der Great Pacific Garbage Patch ist der weltweit größte Müllstrudel in den Ozeanen. Die riesige Ansammlung von Kunststoffabfällen im Nordpazifik wird durch Meeresströmungen zusammengehalten. Das Wasser ist so dicht mit Plastik bedeckt, dass sich das Meeresblau darunter nur erahnen lässt. Die Fläche dieses Müllteppichs ist viermal so groß wie Deutschland und besteht vor allem aus angespültem Plastik aus Asien, Nord- und Südamerika, aber auch aus Müll europäischer Länder. Da viele Industriestaaten wie Deutschland ihre Abfälle exportieren, gelangen die Kunststoffe dort ins Meer, wo das Abfallsystem weniger nachhaltig ist. Mit 694.000 Tonnen war Deutschland 2023 größter Exporteur von Kunststoffabfällen in der Europäischen Union. Zudem stammen rund 20 Prozent des Plastikmülls in den Ozeanen direkt aus der Schifffahrt und der Fischerei. Ein großes Problem stellen dabei die sogenannten Geisternetze dar. Sie belasten nicht nur die Umwelt, sondern lassen auch Tiere verenden, die sich in den zurückgelassenen Netzen verfangen ...
Bild © The Ocean Cleanup
Stichworte: Meeresplastik, Mikroplastik, Kunststoffe, Umweltschadstoffe, Umweltpolitik, Pacific Garbage Patch
Dieser Beitrag ist erschienen in: UGBforum 1/2026
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