Coronapandemie: Ernährungsarmut bei Kindern nimmt zu

Die Folgen des Lockdowns für die psychische Gesundheit von Kindern werden zu Recht in Medien und Fachjournalen erörtert. Übersehen wird, dass neben dieser Belastung ein nicht unwesentlicher Anteil an Kindern ein Risiko für Mangel­ernährung entwickelt hat, was ebenfalls nicht ohne Folgen bleibt. Vor allem Kinder, die in Armut leben, muss die Politik stärker in den Blick nehmen.

Zurzeit leben in Deutschland 25,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren in Armut (in der EU im Mittel 24 Prozent). Die meisten dieser 3,2 Millionen Kinder wachsen in alleinerziehenden Familien und meist mit zwei und mehr Geschwistern auf. Armen Familien fehlt oft die Möglichkeit, eine ausgewogene und damit gesunde Ernährung sicherzustellen. Das bezeichnet der wissenschaftliche Beirat des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (WBAE) in seinem kürzlich erstellten Gutachten zur nachhaltigen Ernährung als Ernährungsarmut. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass dieses Problem mangels verfügbarer Daten seit langem übersehen wird. Auch das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF macht darauf aufmerksam, dass die Folgen der Coronakrise hinsichtlich einer unzureichenden Ernährung kaum thematisiert werden ...

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UGBforum 6/2021
Gesunder Dreiklang: Körper, Psyche, Geist


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