UGB-Stellungnahme:
Wenn vegan – dann aber richtig!

Vegane Ernährung für Kinder

Der Trend zur veganen Ernährung ist ungebrochen. Immer häufiger kommen Zweifel auf, ob mit veganer Ernährung eine ausreichende Zufuhr von Nährstoffen möglich ist. Auch beim Verband für Unabhängige Gesundheitsberatung e. V. (UGB) häufen sich Anfragen von Ernährungsberatern, Ärzten und Fachpersonal aus dem Naturkosthandel, ob Kinder, Schwangere und Stillende mit einer veganen Kost bedarfsgerecht versorgt sind.

Der UGB empfiehlt die vegetarische Ausrichtung der Vollwert-Ernährung. Der Verband, der sich seit über 30 Jahren für diese nachhaltige Ernährungsweise stark macht, respektiert aber gleichermaßen die Variante mit Fleisch und Fisch ebenso wie die vegane Form, um allen Menschen Handlungsalternativen anzubieten.

„Bei Substitution von Vitamin B12 sehen wir die vegane Variante als mögliche Ernährungsform, empfehlen sie aber nicht“, erläutert UGB-Ernährungswissenschaftler Hans-Helmut Martin. „Für Schwangere, Stillende, Säuglinge und Kinder halten wir eine ausschließlich vegane Kost für nicht empfehlenswert, da eine ausreichende Nährstoffversorgung nur schwierig sicherzustellen ist.“

Die UGB-Akademie steht aber Menschen, die sich und ihre Kinder ausschließlich vegan ernähren möchten, mit wissenschaftlich gesicherten Informationen und praktischen Tipps zur Seite und schult Fachkräfte zu diesem Thema. Einen gut durchdachten Speiseplan vorausgesetzt und abgesichert durch regelmäßige medizinische Kontrollen ist so ein vollständiger Verzicht auf Lebensmittel tierischen Ursprungs möglich. Allerdings widersprechen Supplemente und hochverarbeitete vegane Produkte dem Grundsatz der Vollwert-Ernährung, Nahrungsmittel so natürlich wie möglich zu belassen.

Um bei veganer Ernährungsweise ihr Kind optimal mit allen Nährstoffen zu versorgen, sollten Eltern sich in jedem Fall von einer spezialisierten Ernährungsfachkraft beraten lassen. Fachkräfte können sich dazu an der UGB-Akademie in dem Seminar Vegan von Anfang an fortbilden.