Proteinzufuhr: Woher kommt die Unsicherheit?
Viele Jahre lang wurde der Bedarf und Zufuhr an Protein kaum diskutiert und die deutsche Bevölkerung galt als gut versorgt. Gezielte Werbung, die Medien und Influencer:innen sorgen aktuell für Unsicherheit. Wir fragten Ernährungswissenschaftlerin Martina Kalischuk, welche Parameter den Proteinbedarf wirklich beeinflussen.
Wie berechnet sich eigentlich die Mindestmenge an Protein? Der Referenzwert, den die Fachgesellschaften für Ernährung in Deutschland, Österreich und der Schweiz für Protein angeben, ist streng genommen keine Mindestmenge, sondern eine Zufuhr, die den Bedarf nahezu aller gesunden Menschen einer Altersgruppe decken soll. Bei Erwachsenen wird zunächst in kontrollierten Bilanzstudien ermittelt, bei welcher Zufuhr des Eiweißbausteins Stickstoff die unvermeidbaren, natürlichen Verluste über Urin, Stuhl, Haut und Schweiß ausgeglichen sind. Daraus ergibt sich ein mittlerer Bedarf von etwa 0,66 Gramm Protein je Kilogramm Körpergewicht und Tag. Auf diesen wird ein Sicherheitszuschlag addiert, der die Streuung zwischen den individuellen Unterschieden berücksichtigt, sodass die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 0,8 und die Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) 0,83 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht am Tag (g/kg KG) als Referenzwert empfehlen ...Bild © belchonock/depositphotos.com
Stichworte: Proteinzufuhr, Proteinbedarf, pflanzliche Proteine, Langlebigkeit
Den vollständigen Beitrag lesen Sie in: UGBforum 5/2026
Proteine für morgen – pflanzlich, tierisch, innovativ

