Interesse bestimmt Ernährungsverhalten

Nicht allein die Bildung, sondern vor allem das persönliche Interesse an Ernährung beeinflußt, was wir essen und trinken. Das hat eine Befragung von 3144 norwegischen Männern und Frauen im Alter zwischen 16 und 79 Jahren ergeben. Aber auch die Ausbildungszeit und die Lebensweise spielen eine Rolle für das Ernährungsverhalten. Personen mit längerer Ausbildung verzehrten eindeutig mehr Obst und Gemüse, Ballaststoffe und weniger Fett mit einer günstigeren Zusammensetzung als Befragte mit kürzerer Ausbildung. Gleichzeitig waren sie häufiger Nichtraucher, Angestellte, lebten in Städten und bewegten sich regelmäßig in ihrer Freizeit. Den größten Einfluß auf das Ernährungsverhalten zeigte aber das persönliche Interesse an gesunder Ernährung. Dieser Faktor erwies sich als unabhängig von der Länge der Ausbildung. Das heißt, Personen mit kurzer Ausbildung und großem Interesse an gesunder Ernährung verzehrten mehr Obst und Gemüse als Personen mit längerer Ausbildung, aber nur mittlerem Interesse an Ernährung.

LITERATUR:
Johansson, L. et al.: Healthy dietary habits in relation to social determinants and lifestyle factors. In: British Journal of Nutrition 81, S. 211-220, 1999

Quelle: UGB-Forum 4/99, S. 232


Dieser Beitrag ist dem UGB-Archiv entnommen.

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