Es gibt kaum ein Spielgerät, das so zum Bewegen motiviert wie ein Ball. Ob Fußball, Völkerball oder Tischtennis, Ballspiele sind bei groß und klein beliebt. Aber auch für die Fitneßgymnastik eignet sich das runde Sportgerät - lassen Sie sich von unseren Ideen anstecken.
Bälle zählen zu den ältesten Spielgeräten des Menschen. Früher wurden sie aus Pflanzenfasern und Blättern gepreßt und häufig für kultische Zwecke eingesetzt. Die Azteken ahmten beispielsweise in einem Laufspiel mit Ball den Lauf der Sonne von Osten nach Westen nach. Heute haben Ballspiele einen überwiegend sportlichen Charakter. Mehr als 300 verschiedene Spiele mit dem runden Sportgerät gibt es schätzungsweise auf der ganzen Welt. Unzählige Ballformen wurden dafür entwickelt - vom kleinen Tischtennisball über die Billardkugel bis hin zu den großen Fitbällen. Bälle sind jedoch nicht nur zum Spielen geeignet, auch für verschiedene Gymnastikformen hat sich das Sportgerätbewährt.
Die Übungen, die wir Ihnen auf dem Praxisposter vorstellen, eignen sich nicht nur für Gymnastikgruppen. Sie lassen sich auch alleine oder mit Kindern in der "guten Stube" oder im Freien durchführen. Falls Sie keinen Gymnastikball zur Hand haben, tut es mit Einschränkung auch ein einfacher Spielball.
Mobilisations- und Dehnungsübungen trainieren sowohl die Funktionsfähigkeit der Gelenke als auch die Dehnfähigkeit der die Gelenke umgebenden Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenkkapseln. Hierfür ist es wichtig, die Spannungsverhältnisse im Körper wahrzunehmen, eine entspannte Körperhaltung einzunehmen und bei den Übungen locker weiterzuatmen. Damit man sich auf diese Körperarbeit konzentrieren kann, wird der Ball entweder nur gehalten oder beiseite gelegt. Selbstverständlich können Sie auch bekannte Dehnungsübungen ohne Ball durchführen.
Eine weitere Möglichkeit ist ein Circuit-Training: Hierbei führen Sie jeweils eine Übung für Arme, Beine, Bauch und Rücken 30 Sekunden lang aus. Zwischen den Übungen erfolgt eine Pause von etwa 15-30 Sekunden, in der sich der Puls wieder beruhigen kann. Achten Sie darauf, daß die Muskelgruppen abwechselnd belastet werden, das heißt, nach der Bauchmuskelkräftigung folgt eine Beinübung usw. Der ganze Durchlauf kann dann dreimal wiederholt werden. Beginnen Sie zunächst mit einer lockeren Runde und steigern Sie die Anzahl der Wiederholungen von Trainingseinheit zu Trainingseinheit. Zum Abschluß werden noch einmal die Muskeln gedehnt, die zuvor gekräftigt wurden.
Auch Partnerübungen mit dem Ball sind zum Aufwärmen und Kräftigen gut geeignet. Sie bringen Abwechslung und Spaß in die Sportstunde. Beispielsweise kann ein Partner dem anderen den Ball mit beiden Füßen zuwerfen; oder beide laufen auf der Stelle und werfen oder prellen sich ein oder zwei Bälle zu.
Quelle: Frank, B.C.: UGB-Forum 3/98, S. 149-152| Zum Ausdrucken und/oder Abspeichern können Sie sich den Artikel hier auch herunterladen: Um das PDF aufzurufen, benötigen
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