Anbindehaltung: Auch Bio-Kühe betroffen
Wer Biomilch kauft, denkt oft an glückliche Kühe auf der Weide. Die Realität kann auch anders aussehen: Viele Rinder leben in Anbindehaltung – auch in Öko-Betrieben ist sie immer noch zulässig. Warum wird an dieser umstrittenen Haltungsform festgehalten – und welche Alternativen gibt es?

Rinder werden in der Anbindehaltung mit Ketten an einem Platz im Stall fixiert, der mit der Größe einer Tür zu vergleichen ist. An diesem Platz fressen, schlafen und koten die Tiere. Sich umzudrehen, zu wälzen oder auf Artgenossen zuzugehen, ist nicht möglich. Bei der ganzjährigen Anbindehaltung verbringen Rinder 365 Tage im Jahr auf derselben Fläche. Bei der saisonalen oder sogenannten Kombinationshaltung sind sie vor allem im Winter angebunden und kommen im Sommer auf die Weide. Das bedeutet, dass die Tiere rund acht Monate des Jahres im Stall verbringen.
Bild © Fotofabrika/depositphotos.com; carlosyudica
Stichworte: Tierhaltung, Anbauverbände, Milchproduktion
Dieser Beitrag ist erschienen in: UGBforum 3/2026
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