UGB-Ausbildung sichert meine berufliche Existenz

Die Hauswirtschaftsmeisterin Maria Schenuit ist Mutter von vier Kindern. Die Ausbildungen an der UGB-Akademie haben entscheidend dazu beigetragen, dass sie trotz Familie und mehrmaligem Wohnortwechsel immer wieder beruflich Fuß fassen konnte.

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Nachdem meine beiden erwachsenen Kinder ausgezogen waren, fühlte ich mich meiner Aufgaben in der Großfamilie beraubt. Also entschied ich mich, mit 40 Jahren noch einmal zwölf Monate lang mit Auszubildenden der städtischen Hauswirtschaft gemeinsam die Schulbank zu drücken, um wieder ins Berufsleben einzusteigen.

Auf Grund der neu erworbenen Kenntnisse vermittelte mir das Arbeitsamt bereits kurz nach meinem Abschluss eine Dozententätigkeit bei der Caritas zur Wiedereingliederung von Arbeitslosen. Die Themen wie Ernährung, Hygiene, Zeitmanagement und praktische Übungen in der Nahrungszubereitung wurden zeitlich vorgegeben, die Umsetzung konnte ich teilweise frei gestalten.

Selbstbewusst, aber nicht ohne Selbstzweifel trat ich diese Herausforderung an. Wegen meiner Bedenken hinsichtlich meiner methodischen und fachlichen Fähigkeiten hatte ich viele schlaflose Nächte. Um meine Qualifikation auszubauen und mir Sicherheit zu holen, begann ich die Ausbildung zur städtischen Hauswirtschaftsmeisterin. Für die Ausbildung musste ich einen Nachweis erbringen, dass ich neben dem eigenen Haushalt selbstständig einen Zweithaushalt führe. So übernahm ich neben dem zweimal wöchentlichen Unterricht an der Berufsschule und meiner wöchentlichen Dozentenarbeit viermal in der Woche für fünf bis sechs Stunden den Zweithaushalt mit einem essgestörten Kleinkind. In diesen drei Jahren habe ich nicht nur mich selbst, sondern auch meine Familie gefordert und manchmal überfordert.

Das große Ziel, die Meisterprüfung zu bestehen, verlor ich nicht aus den Augen. Im November 2002 gelang mir der erfolgreiche Abschluss. Ich kündigte meinen Zweithaushalt und übernahm eine Dozentenarbeit im Fachseminar für Altenpflege. Doch nach den ersten Unterrichtsstunden war mir klar: Es fehlt mir an umfangreichen Grundwissen ernährungsbedingter Alterserkrankungen, an Rhetorik, Beurteilungskriterien und der Fähigkeit zur Konfliktlösung.

Ich machte mich also auf die Suche nach geeigneten Fortbildungsangeboten. Eine gute Freundin brachte mich zu diesem Zeitpunkt zum UGB. Und das erste Wochenende im UGB-Seminarhaus in Bringhausen sollte nicht das letzte sein. Im Intensivseminar Vollwert-Ernährung wurde mein Interesse geweckt, die Ausbildung zur UGB-Gesundheits-Trainerin Bereich Ernährung zu starten. Die angenehme Atmosphäre in Bringhausen, die flexible Einteilung der zeitlichen Abfolge der Seminarbausteine, unterbrochen von Zeiten zum Selbststudium, kamen mir sehr entgegen. Die gut vorbereitenden und strukturierten Trainingseinheiten gaben mir nach jedem Wochenende neuen Mut, das Erlernte umzusetzen. Die Ausbildung gab mir für meine Dozentenarbeit das nötige Selbstvertrauen und viele neue Anregungen.

"In den UGB-Seminaren habe ich erfahren, wie ich negativ Erlebtes als Chance für das beginnende Positive sehen kann."

Was mir noch Schwierigkeiten als Kursleiterin machte, war der Umgang mit Konflikten. Da kam das Trainingsseminar zur Konfliktfähigkeit an der UGB-Akademie wie gerufen für mich. Konflikte im Alltag oder mit Schülern von einer anderen Seite zu analysieren, den eigenen Standpunkt zu beleuchten und die nonverbale Kommunikation in Rollenspielen mit Fallbeispielen genauer zu betrachten, waren tiefgreifende Erlebnisse für mich. Die beharrliche, aber liebevolle Wegführung der UGB-Dozentin Maria Schmitz, das negativ Erlebte als Chance für das beginnende Positive zu sehen, begleitet mich heute noch.

UGB-Gesundheits-Trainerinnen sind als Kursleiter, Berater oder Dozenten tätig. Das schafft Zufriedenheit und sichert oft die Existenz. Vier Absolventinnen berichten von ihren Erfahrungen.

Das Wissen und die Fertigkeiten, die ich in den UGB-Seminaren erlernte, habe ich in zahlreichen Kursangeboten bei den unterschiedlichsten Einrichtungen einbringen können: beim Kochen mit Jugendlichen, in Kochkursen für Diabetiker oder in Angeboten für eine saisonal ausgerichtete Küche. Was mir zu meinem beruflichen Glück und einer finanziellen Absicherung noch fehlte, war eine Festanstellung. So bewarb ich mich noch einmal für einen Zweithaushalt, ohne meine Kursleitertätigkeit aufzugeben.

Neben dem gesicherten Einkommen verfolgte ich weiter die Dozentenarbeit in der Altenpflege. Nach wie vor stellte der Unterricht eine große Herausforderung für mich dar. So entschloss ich mich, mit der Ausbildung zur Zertifizierten Kursleiterin an der UGB-Akademie zu beginnen. Die erworbenen Kenntnisse sind bis heute Grundlage und Bereicherung für meine Arbeit. Immer wieder neu bestärkt durch die Wochenenden in Bringhausen, behielt ich die Dozentenarbeit bis zum Umzug 2006 bei. Dann stand erneut ein Ortswechsel nach Bayern für mich an. Damit war meine Festanstellung natürlich beendet und meine freiberufliche Tätigkeit musste neu aufgebaut werden.

Zunächst blieb mir nur der Gang zum Arbeitsamt. Doch schon nach sechs Monaten bekam ich einen befristeten Vertrag in der pädagogischen Begleitung für die Ausbildung zur Tagesmutter. Zeitgleich erhielt ich ein Angebot mit Jungs am Boysday in einer Berufsschule zu kochen. Und schon nach kurzer Zeit überzeugte ich den Direktor und Konrektor der Schule und bekam im Herbst 2007 eine Teilzeitstelle als Hauswirtschaftslehrerin an der Berufsschule in Landsberg.

"Manchmal werden Träume wahr!"

Der Weg vom Ammersee nach Bringhausen hinderte mich nicht daran, im Oktober 2008 meine Prüfung zur Zertifizierten Kursleiterin UGB mit gutem Erfolg abzulegen. Die Arbeit mit jungen Menschen erfüllt mich bis heute mit Zufriedenheit und die erworbenen Kenntnisse sind Grundlage und Bereicherung für meinen Unterricht mit Jugendlichen und Sicherung meiner finanziellen Existenz.

Quelle: A. Bunge. UGB-FORUM 4/2010, S. 169-171


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Astrid Bunge: Das ist mein Beruf!

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