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Weltklimarat mahnt weniger Fleisch an

Der Weltklimarat (IPCC) hat in einem umfangreichen Sonderbericht den Zusammenhang zwischen Klimawandel und der Nutzung sogenannter Landsysteme beleuchtet.

wisenschaft-aktuell

Mehr als ein Viertel aller Treibhausgase sind auf Ernährungssysteme zurückzuführen. Aufgrund des Bevölkerungswachstums und der Zunahme westlich geprägter Ernährungsgewohnheiten dürften diese ohne Intervention bis 2050 um etwa 30-40 Prozent zunehmen. Das ist ein aktuelles Ergebnis des Weltklimarats (IPCC), der in einem umfangreichen Sonderbericht den Zusammenhang zwischen Klimawandel und der Nutzung sogenannter Landsysteme beleuchtet hat. Der Konsum von gesunder und nachhaltiger Ernährung bietet laut dem Bericht, an dem tausende Forscher beteiligt waren, große Chancen, die Emissionen zu senken und die Gesundheit zu verbessern. Das gelinge mit einer Ernährung, die reichlich Getreide, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse sowie Nüsse und Samen enthalte, dafür wenig energieintensive tierische und verarbeitete fett- oder zuckerreiche Lebensmittel. Unter vielen möglichen Ansätzen gehe es auch darum, die Entscheidungen der Verbraucher zu beeinflussen. Ein nachhaltiges Landmanagement ließe sich zum Beispiel durch Einbeziehen von Umweltkosten bei Nahrungsmitteln, das Vermeiden von Lebensmittelverschwendung und das Stärken lokaler Maßnahmen realisieren. Werden die Treibhausgase schnell reduziert, lassen sich die negativen Folgen auf Öko- und Ernährungssysteme vermutlich noch deutlich verringern. Verzögern sich dagegen die notwendigen Anpassungen, sind weltweit noch stärkere Negativeffekte auf die Ökosysteme und die Nahrungssicherheit zu erwarten, schreibt der Bericht.

Quelle: Julia Bansner/Hans-Helmut Martin. UGBforum 5/19, S. 250

Literatur:
IPCC (Hrsg) (2019). Climate change and Land. www.de-ipcc.de/media/content/Hauptaussagen_SRCCL.pdf

Foto: diema/pixabay.com