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Veganes Essen für weniger Pillen

Ein gesundheitsfördernder, aktiver Lebensstil und eine pflanzenbetonte Ernährungsweise könnten die Krankheitshäufigkeiten älterer Menschen und die Einnahme von Medikamenten verringern.

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© puckillustrations/Adobe.Stock/Fotolia.com

Ein kalifornisches Forscherteam wertete Daten aus einem Fragebogen von 328 Personen über 60 Jahren hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Ernährungsgewohnheiten und der Anzahl eingenommener Medikamente aus. Denn Polypharmazie – die Einnahme von mindestens fünf verschriebenen Medikamenten – stellt ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem der älteren Bevölkerung dar, da es zu Wechselwirkungen mit unerwünschten Nebeneffekten kommen kann. Mit zunehmendem Lebensalter als auch höherem Body-Mass-Index und dem vermehrten Vorliegen von Erkrankungen stieg die Anzahl eingenommener Medikamente an. Diejenigen, die sich rein pflanzlich ernährten, nahmen gegenüber Mischköstlern 58 Prozent weniger Medikamente ein. Das deutet auf einen positiven Einfluss einer pflanzenbetonten Ernährung auf das Auftreten von Erkrankungen hin.

Quelle: Julia Bansner/Hans-Helmut Martin. UGBforum 03/22, S. 146

Literatur

Dos Santos H et al. (2021). The Polypharma Study: Association Between Diet and Amount of Prescription Drugs Among Seniors. doi.org/10.1177/15598276211048812