Abmelden

Der Zugang zu den Fachinformationen exklusiv für Mitglieder und Abonnenten ist jetzt für Sie freigeschaltet.

Vegan in der Schwangerschaft

Eine vegane Ernährung vor und während der Schwangerschaft schützt vor einer übermäßigen Gewichtszunahme. Damit steigt jedoch das Risiko für eine Wachstumsverzögerung des Ungeborenen und ein geringeres Geburtsgewicht.

Die Gewichstenwticklung der werdenden Mutter und ihres Neugeborenen untersuchten israelischer Wissenschaftler anhand der Daten von 1419 jungen Müttern. Davon ernährten sich 16,5 Prozent während ihrer Schwangerschaft vegan und 9,4 Prozent vegetarisch. Die rein pflanzliche Ernährung führte nicht signifikant, aber tendenziell seltener zu Schwangerschaftsdiabetes. Das könne an dem hohen Ballaststoffanteil liegen, der das Risiko für Typ-2-Diabetes verringert. Vegane Ernährung schützte wie die vegetarische vor einer ungünstigen Gewichtszunahme der Schwangeren. Das bewerten die Forscher angesichts der hohen Zahl an Fettleibigen und damit einhergehenden Schwangerschaftskomplikationen als positiv. Eine Wachstumsverzögerung des Kindes kam mit 10,3 Prozent bei Veganerinnen allerdings häufiger vor als bei den Durchschnittsesserinnen mit 6,4 Prozent. Grund dafür ist laut der Forscher ihr oft geringeres Ausgangs- und häufigeres Untergewicht. Ihr Fazit: Vegane­rinnen sollten vor und in der Schwangerschaft auf eine angemessene Protein- und Nährstoffaufnahme achten, vor allem Untergewichtige. Die Wissenschaftler raten auch zu einer Kontrolle des fetalen Wachstums.

Quelle: Julia Bansner/Hans-Helmut Martin. UGBforum 02/21, S.94

Literatur:
Kesary Y et al (2020). Maternal plant-based diet during gestation and pregnancy outcomes. Archives of Gynecology and Obstetrics, 302: 887-898

Foto: milkos/123RF.com