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Schützen Nüsse vor Darmkrebs?

Wer regelmäßig Nüsse isst, weist ein geringeres Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt auf und erkrankt seltener an Diabetes und Adipositas. Zahlreiche Studien deuten zudem auf eine krebsschützende Wirkung hin.

wissenschaft aktuell

Wie Nüsse das Wachstum von Darmkrebszellen reduzieren können, fanden nun Ernährungswissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena heraus. Im Reagenzglas wurden dazu Hasel-, Wal- und Macadamianüssen sowie Pistazien und Mandeln künstlich verdaut. Die Verdauungsprodukte ließen die Forscher auf Dickdarmkrebszellen einwirken. Dies aktivierte körpereigene Entgiftungsmechanismen, die reaktive Sauerstoffspezies (ROS) unschädlich machen. ROS verursachen Zellschäden und können so Krebs auslösen. Die Nussprodukte leiteten zudem den programmieren Zelltod (Apoptose) entarteter Zellen ein, was eine Krebsentstehung hemmt. Ob geröstete Nüsse die gleiche Schutzwirkung ausüben, sollen nun weitere Forschungen zeigen.

Quelle: Bansner J. UGBforum 4/17, S. 198

Literatur:
Schlörmann W, Lamberty J, Lorkowski S et al (2017). Chemopreventive potential of in vitro fermented nuts in LT97 colon adenoma and primary epithelial colon cells. Molecular Carcinogenesis. 56:1461-1471



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