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Psychische Gesundheit von Kindern

Je kindgerechter und ausgewogener die Ernährung ist und je regelmäßiger die Mahlzeiten stattfinden, desto höher liegt das psychische Wohlbefinden von Schulkindern.

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© Kzenon/Adobe.Stock

Eine britische Studie, bei der mehr als 8800 Kinder der Sekundarstufe und Grundschule an über 50 Schulen beobachtet wurden, unterstützt die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen Ernährung für Wachstum, Entwicklung und psychische Gesundheit. Die psychische Gesundheit wurde dabei auf einer Punkteskala mit maximal 70 Punkten (Sekundarschüler) bzw. 60 Punkten (Grundschüler) bewertet, der Durchschnittswert lag bei 46,6 bzw. 46 Punkten. Wurden täglich ein bis zwei Portionen Gemüse und Obst verzehrt, lag der Wert für psychisches Wohlbefinden knapp anderthalb Punkte höher als bei Kindern, die keine Portion aßen. Bei drei bis vier Portionen erhöhte sich der Wert um fast zweieinhalb Punkte. Auch die Art von Frühstück und Mittagessen spielte eine Rolle. Im Vergleich zu Kindern, die morgens einen herkömmlichen Frühstücksriegel oder Energydrink verzehrten, wiesen Kinder, die Müsli mit Joghurt und Obst aßen, einen höheren Wert bei der psychischen Gesundheit auf. Das Auslassen eines Mittagessens fiel mit fast drei Punkten weniger auf – und hatte damit dieselbe Wertigkeit wie der Einfluss von häuslichem Streit und Gewalt auf die psychische Gesundheit von Kindern. Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung eines gesundheitsfördernden Essensangebotes.

Quelle: Julia Bansner/Hans-Helmut Martin. UGBforum 01/22, S. 43

Literatur

Hayhoe R (2021). Cross-sectional associations of schoolchildren’s fruit and vegetable consumption, and meal choices, with their mental well-being: a cross-sectional study. BMJ Nutrition, Prevention & Health. doi.org/10.1136/bmjnph- 2020-000205