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Pflanzenbasiert fürs Mikrobiom

Eine fettarme vegane Ernährung führte in einer Studie bei stark übergewichtigen Erwachsenen zu einer Veränderung des Darmmikrobioms.

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©ChristosGeorghiou/123RF/Fotolia.com

Daraufhin verbesserte sich die Insulinsensitivität und die Probanden nahmen ab. Die 168 gesunden, übergewichtigen Teilnehmenden – mit einem BMI von 28 bis 40 und zwischen 25 und 75 Jahre alt – wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und zu Studienbeginn und -ende zu ihrem Ernährungsverhalten befragt. Über Stuhlproben untersuchten die Forscher aus den USA und Italien zusätzlich das Darmmikrobiom. Die Kontrollgruppe ernährte sich vier Monate lang wie gewohnt (Mischkost), während die Versuchsgruppe eine rein pflanzliche Kost mit einer maximalen täglichen Fettaufnahme von 30 Gramm aß. Die fettreduzierte vegane Ernährung führte zu einer signifikanten Abnahme des Körpergewichts, hauptsächlich über eine Verringerung des ungünstigen Bauchfetts. Zusätzlich verbesserte sich die Insulinsensitivität. Die höhere Ballaststoffaufnahme durch die rein pflanzliche sowie fettarme Ernährung förderte zusätzlich positiv wirksame Bakterienarten. Die Forschergruppe vermutet, dass die günstigen gesundheitlichen Effekte mit den Änderungen im Darmmikrobiom zusammenhängen.

Quelle: Julia Bansner/Hans-Helmut Martin. UGBforum 06/21, S. 302

Literatur

Kahleova H et al. (2020). Effects of a Low-Fat Vegan Diet on Gut Microbiota in Overweight Individuals and Relationships with Body Weight, Body Composition, and Insulin Sensitivity. A Randomized Clinical Trial. Nutrients. doi: 10.3390/nu12102917