Öffentliche Debatte fördert nachhaltigen Konsum
Bewegungen wie Fridays for Future fördern Diskussionen darüber, wie sich der Klimawandel eindämmen ließe.
Ob solche Debatten das Verhalten der Konsument:innen beeinflussen, haben Verhaltensökonomen der Universität Zürich untersucht. In Laborexperimenten übernahmen rund 2500 Teilnehmende in fiktiven Märkten die Rollen von Verkäufer:innen, Käufer:innen oder von Dritten ein, die nicht am Handel beteiligt, aber davon betroffenen waren. Die ersten beiden Gruppen hatten die Wahl zwischen einem Produkt, das in der Herstellung billiger war, aber Dritte schädigte, und einem verantwortungsvolleren Produkt mit höheren Produktionskosten, das Dritte nicht beeinträchtigte. Vor der Entscheidung konnten sich die Teilnehmenden untereinander austauschen. Nutzten sie die Gespräche und den Austausch, konnte ein deutlicher Anstieg des Handels mit fairen Produkten festgestellt werden. Nur wenn die Proband:innen die Möglichkeit hatten, Diskussionen zu umgehen, gab es keinen Effekt. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig die aktive Beteiligung an öffentlichen Debatten ist, um sinnvolle Veränderungen im Konsumverhalten herbeizuführen, so das Fazit der Forschenden. Sie weisen allerdings auf die Laborsituation hin, die die vielfältigen Einflüsse der realen Welt nicht vollständig abbilden könne.
Quelle: UGBforum 06/24, S. 303 LiteraturWebster J, Greenwood D, Cade JE (2022). Risk of hip fracture in meat-eaters, pescatarians, and vegetarians: results from the UK Women’s Cohort Study. BMC Medicine. doi.org/10.1186/s12916-022-02468-0
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