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Intervallfasten wirkt

Forscher aus Österreich untersuchten in der Studie Interfast die Effekte des Intervallfastens auf die Gesundheit.

wisenschaft-aktuell

Dazu beobachteten sie 30 gesunde und normalgewichtige Studienteilnehmer, die über ein halbes Jahr hinweg nach dem Alternate-Day-Fasting (ADF) Prinzip lebten. Dabei wechselten sich Fastentage, an denen die Probanden auf feste Nahrung sowie energiereiche Getränke verzichteten, mit Tagen ab, an denen sie normal aßen. So kam es zu Essenspausen von 36 Stunden. Über vier Wochen hinweg untersuchten die Wissenschaftler Auswirkungen des Intervallfastens auf Blutparameter und Gewicht und verglichen sie mit einer nicht fastenden Kontrollgruppe. Das Körpergewicht verringerte sich bereits nach vier Wochen um etwa drei bis vier Kilogramm und das Verhältnis von Fett- zu Magermasse verbesserte sich. Die Teilnehmer nahmen besonders ungünstiges Bauchfett ab. Zudem verbesserten sich mehrere Parameter, die für die Herzgesundheit eine Rolle spielen wie Blutdruck und Herzfrequenz. Zusätzlich verringerten sich die Cholesterinwerte im Blut sowie Entzündungsmarker. Nebenwirkungen auf die Gesundheit wurden nicht festgestellt. Die Forscher halten diese Art des Intervallfastens für ein präventiv und therapeutisch wirksames Mittel, die Herzgesundheit zu verbessern. Sie weisen aber darauf hin, dass an den Nichtfastentagen eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise wahrscheinlich von entscheidender Bedeutung für die positiven Effekte sei.

Quelle: Julia Bansner/Hans-Helmut Martin. UGBforum 5/19, S. 251

Literatur:
Stekovic S et al (2019). Alternate Day Fasting Improves Physiological and Molecular Markers of Aging in Healthy, Non-obese Humans. Cell Metabolism, https://doi.org/10.1016/j.cmet.2019.07.016

Foto: Oleksandra Naumenko/123RF.com