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Individuelle Kost im Krankenhaus

Eine ernährungsmedizinische Betreuung von älteren Krankenhauspatienten wirkt sich positiv auf deren Genesung aus.

wisenschaft-aktuell

Das zeigt eine Studie aus der Schweiz mit 2088 Patienten, die ein Risiko für Mangelernährung aufwiesen und mindestens vier Tage in der Klinik waren. Die im Schnitt rund 72 Jahre alten Patienten litten hauptsächlich an Infektionen, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die eine Hälfte erhielt die übliche Krankenhauskost. Die andere Hälfte bekam eine persönliche ernährungsmedizinische Betreuung, bei der eine ausreichende Kalorien- und Eiweißaufnahme im Vordergrund stand. Zusätzlich erhielt diese Gruppe bei Entlassung einen Ernährungsplan für zu Hause. 30 Tage nach Studienbeginn wurden die Patienten untersucht und befragt: Diejenigen mit individueller Ernährungsbetreuung fühlten sich fitter und schätzten ihre Lebensqualität höher ein als solche ohne Ernährungsbetreuung. Zudem traten bei ihnen weniger schwere Komplikationen auf und die Sterblichkeit nahm ab. Die Forscher halten daher eine geeignete Ernährungstherapie mit einer individuell angepassten Kost für sinnvoll, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen und den Risikofaktor Mangelernährung zu vermindern.

Quelle: Julia Bansner/Hans-Helmut Martin. UGBforum 4/19, S. 198

Literatur:
Schuetz P et al (2019). Individualised nutritional support in medical inpatients at nutritional risk: a randomised clinical trial. dx.doi.org/10.1016/S0140-6736(18)32776-4

Foto: rido/123RF.com