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Gesunde Familienmahlzeit

Wie eine Familie gemeinsam isst, scheint ebenso oder vielleicht wichtiger als die Häufigkeit der gemeinsamen Mahlzeiten.

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Zu diesem Ergebnis kommt eine Forschergruppe am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung aus Mannheim.Dazu werteten sie Daten von 50 Studien mit mehr als 49.000 Teilnehmern im Hinblick auf gesundes Essverhalten von Kindern aus. Wenn Familien häufig gemeinsam miteinander essen, ernähren sich die Kinder eher gesünder. Sie haben zudem einen geringeren Body-Mass-Index (BMI) als Kinder aus Familien, die selten oder nie zusammen essen. Doch nicht allein die Mahlzeit an sich, sondern auch soziale, psychologische und Verhaltensaspekte spielen für ein besseres Essverhalten eine wichtige Rolle. Sechs Komponenten von Familienmahlzeiten korrelierten mit einer besseren Ernährungsgesundheit der Kinder. Dazu zählen eine gute Atmosphäre bei den Mahlzeiten ebenso wie gesunde Lebensmittel. Auch ernähren sich diejenigen Kinder gesünder, die bei der Zubereitung miteinbezogen werden oder deren Eltern mit gutem Beispiel vorangehen. Darüber hinaus sind die Dauer der Mahlzeit sowie das Ausschalten des Fernsehers wichtige Komponenten. Das Alter der Kinder – ob Kleinkind oder bereits Heranwachsender – sowie der soziale und ökonomische Hintergrund der Familie hatten keinen Einfluss auf die Ergebnisse.

Quelle: Julia Bansner/Hans-Helmut Martin. UGBforum 6/19, S. 302

Literatur:
Dallacker M et al (2019). Quality matters: A meta-analysis on components of healthy family meals. Health Psychology. Advance online publication. doi:10.1037/hea0000801

Foto: Cathy Yeulet/123RF.com