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Gemüse für die Psyche

Ob der Konsum von Gemüse und Obst das psychische Wohlbefinden beeinflusst, untersuchte ein britisches Forscherteam anhand der Daten von rund 50.000 Briten.

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Von 2009 bis 2017 wurden die Studienteilnehmer einmal im Jahr nach der Menge und Häufigkeit ihres wöchentlichen Gemüse- und Obstverzehrs befragt. Ihr psychisches Wohlbefinden erfassten die Wissenschaftler sowohl mit einem standardisierten Fragebogen zu Gefühlen wie Glück, Freude, Stress, Sorge und Angst als auch mit subjektiven Angaben zur Lebenszufriedenheit. Das Ergebnis: Das psychische Wohlbefinden stieg mit den verzehrten Gemüse- und Obstportionen. Die Forscher vermuten, dass Pflanzeninhaltsstoffe wie Vitamine und Antioxidanzien auf das Gehirn einwirken und die Stimmung verbessern können. Für denkbar halten sie auch, dass der Verzehr ungünstiger Lebensmittel aufgrund des höheren Gemüse- und Obstverzehrs abnimmt. Die positiven Wirkungen waren unabhängig von Faktoren wie Alter, Geschlecht, Einkommen oder Schulbildung. Die Forscher gehen davon aus, dass die Umsetzung von „5 am Tag“, das heißt drei Gemüse- und zwei Obstportionen täglich, dazu beitragen könnte, das psychische Wohlbefinden einer großen Bevölkerungsgruppe zu steigern.

Quelle: Julia Bansner/Hans-Helmut Martin. UGBforum 3/19, S. 147

Literatur:
Ocean N et al (2019). Lettuce be happy: A longitudinal UK study on the relationship between fruit and vegetable consumption and well-being. Social Science & Medicine, 222, 335-345

Foto: dmitrimaruta/123RF.com