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Fasten gegen Leberfett

Fasten reduziert Fettansammlungen in der Leber. Das zeigt eine Studie, an der die Buchinger-Klinik in Überlingen beteiligt war.

wisenschaft-aktuell

Die untersuchten 697 Personen fasteten im Schnitt 8,5 Tage und nahmen am Tag durchschnittlich 250 Kilokalorien in Form von Säften und Brühen auf. Ermittelt wurde ihr Fettleberindex (FLI), der aus BMI, Taillenumfang, den Nüchternblutwerten der Triglyzeride und der Gamma-Glutamyltranspeptidase (GGT, ein Leberenzym) berechnet wird. Mit dem FLI lassen sich krankhafte Ansammlungen von Leberfett messen. Unter den Studienteilnehmern waren 38 Typ-2-Diabetiker, 160 Patienten hatten einen leicht erhöhten FLI und bei 264 Patienten deutete der FLI auf das Vorhandensein einer Fettleber hin. Durch die Fastenperiode sank der FLI signifikant. Besonders bei den Typ-2-Diabetikern verbesserte sich der Leberwert. Das Fasten reduzierte zudem das Körpergewicht, den Bauchumfang sowie Leberenzym-, Blutglucose- und Blutlipidwerte. Besonders Männer mit erhöhten Cholesterin- und Leberenzymwerten sowie höherem FLI profitierten vom Fasten. Die Ergebnisse zeigen deutlich, so die Forscher, dass periodisches Fasten das Leberfett sowohl bei Diabetikern als auch Nicht-Diabetikern reduziert und so Erkrankungen wie der Fettleber vorgebeugt werden kann.

Quelle: Julia Bansner/Hans-Helmut Martin. UGBforum 03/20, S.146

Literatur:
Drinda S et al (2019). Effects of Periodic Fasting on Fatty Liver Index – A Prospective Observational Study. Nutrients, 11, 2601

Foto: Imagery Alexey Poprotsky/123rf.com