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Ernährungsinfos im Internet fehlerhaft

Eine australische Forschergruppe untersuchte, wie die Teilnehmer eines Online-Lernkurses zum Thema Ernährung nach Informationen suchen. Dabei beobachteten sie, dass deutlich mehr als die Hälfte der Informationen aus dem Internet stammten.

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Ihre Qualität unterscheidet sich allerdings gravierend, was für die Nutzer aber kaum ersichtlich ist. Von den genutzten Webseiten hatte etwas mehr als ein Drittel keine Qualifikation im Bereich Ernährung, bei 19 Prozent gab es keine Information zu den Autoren und nur 5 Prozent der genutzten Webseiten wurden von Ernährungsfachkräften betrieben. Die Lernenden tauschten zudem unabhängig von der Qualität ihre Quellen untereinander aus, diskutierten das vermeintliche Wissen und brachten es sich gegenseitig bei. Das Fazit der Wissenschaftler: Ernährungsfachkräfte brauchen optimale Online-Auftritte, um eine bevorzugte Informationsquelle für Verbraucher zu werden. Dabei müssen sie die vernetzte Wissensvermittlung unter den Nutzern sowie die Vielfalt an leicht verfügbaren Informationsquellen berücksichtigen, um ihre Online-Präsenz optimal zu gestalten. Laut der Forscher ist dies der Schlüssel, um Fehlinformation der Öffentlichkeit zu vermeiden und Fachwissens im digitalen Zeitalter zu fördern.

Quelle: Julia Bansner/Hans-Helmut Martin. UGBforum 03/21, S.147

Literatur:
Adamski M et al. (2020). Using the Internet: Nutrition Information-Seeking Behaviours of Lay People Enrolled in a Massive Online Nutrition Course. Nutrients, 12, 750

Foto: JESHOOTS-com/Pixabay.com