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Ernährungsfehler schaden dem Herz

Wissenschaftler gehen davon aus, dass durch eine optimale Ernährungsweise etwa einer von fünf verfrühten Todesfällen durch Herzinfarkt oder Schlaganfall verhindert werden könnte.

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Weltweit sind Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems, medizinisch kardiovaskuläre Erkrankungen (CVD) genannt, die Todesursache Nummer eins. Neben verschiedenen Lebensstilfaktoren stellt eine ungünstige Ernährungsweise das größte Risiko dar. Im Jahr 2016 starben 2,1 Millionen Menschen an kardiovaskulären Erkrankungen, die durch Ernährungsfehler verursacht wurden: ein Anteil von 22,4 % aller CVD-Todesfälle. Zwölf ernährungsbezogene Risikofaktoren stuften die Wissenschaftler nach einer Analyse der Daten aus 51 Ländern als relevant für die Entwicklung von CVD ein. Einen geringen Verzehr von Vollkorn hielten sie für am bedeutsamsten, dicht gefolgt von einer nuss- und samenarmen Ernährung und geringem Obstverzehr. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass durch eine optimale Ernährungsweise etwa einer von fünf verfrühten Todesfällen durch Herzinfarkt oder Schlaganfall verhindert werden könnte.

Quelle: Julia Bansner/Hans-Helmut Martin. UGBforum 2/19, S. 95

Literatur:
Meier T et al (2019). Cardiovascular mortality attributable to dietary risk factors in 51 countries in the WHO European Region from 1990 to 2016: a systematic analysis of the Global Burden of Disease Study. European Journal of Epidemiology, 34, 37-55

Foto: udra/123RF.com