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Eisen schädigt Darmzellen

Rotes Fleisch enthält hohe Mengen an Häm-Eisen, das vermutlich eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Darmkrebs spielt. Deutsche Forscher zeigten im Zellversuch, dass Häm-Eisen in den Zellen die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) fördert und die DNA schädigt.

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Damit lieferten sie einen wichtigen Beitrag zum Verständnis, wie rotes Fleisch Darmkrebs begünstigen kann. Beim Vergleich gesunder und krebskranker Darmzellen beobachteten die Wissenschaftler, dass das Eisenmolekül zum Zelltod der gesunden Darmzellen führte, während die Krebszellen überlebten. Die Forscher fanden zudem heraus, dass das Enzym Hämoxygenase 1 (HO-1) in Gegenwart von Häm-Eisen in den Zellen aktiviert wird. Es baut Häm-Eisen unter anderem zu nicht-toxischem anorganischem Eisen ab und übt so normalerweise eine Schutzfunktion aus. Wird das Enzym in seiner Bildung oder Funktion gehemmt, sind vermehrte DNA-Schäden und Zelltod die Folge. Der hohe Verzehr an rotem Fleisch könnte daran beteiligt sein, dass zunehmend Menschen zwischen 20 bis 50 Jahren an Darmkrebs erkranken.

Quelle: Julia Bansner/Hans-Helmut Martin. UGBforum 01/21, S.42

Literatur:
WCRF, AICR (2020). Der 3. Expertenbericht. Ernährung, körperliche Aktivität und Krebs. www.wcrf.org/sites/default/files/TER-German-translation.pdf