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Dick durch Fertiggerichte

Experten vermuten, dass der Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel eher mit Übergewicht einhergeht.

wisenschaft-aktuell

Forscher aus den USA beobachteten dazu nun zwei Gruppen mit je zehn gesunden Teilnehmern, die sich für die Studiendauer im Labor befanden. Die Probanden erhielten vier Wochen lang drei Mahlzeiten täglich, die in der Menge der Kalorien, Hauptnährstoffe, Zucker und Salz identisch waren. Während die eine Gruppe ausschließlich hochverarbeitete Lebensmittel bekam, aßen die anderen Speisen aus frischen und unverarbeiteten Lebensmitteln. Die Teilnehmer konnten jeweils so viel essen und trinken wie sie wollten. Nach zwei Wochen wechselten die Gruppen die Ernährungsweise für weitere zwei Wochen. Bereits nach zweiwöchigem Verzehr von Fertiggerichten brachten die Teilnehmer etwa ein Kilogramm mehr auf die Waage. Die frisch zubereiteten Speisen führten dagegen zu einer Gewichtsabnahme um etwa ein Kilogramm. Die Fertiggerichte wurden generell schneller verzehrt. Darin sehen die Forscher eine Erklärung für die Gewichtszunahme, da die Teilnehmer mehr aßen und mehr Kalorien aufnahmen, bevor das Sättigungsgefühl einsetzte. Trotz der geringen Teilnehmerzahl fordern sie eine bessere und flächendeckende Aufklärung über ausgewogene, gesundheitsförderliche Ernährung.

Quelle: Julia Bansner/Hans-Helmut Martin. UGBforum 5/19, S. 250

Literatur:
Hall KD et al (2019). Ultra-Processed Diets Cause Excess Calorie Intake and Weight Gain: An Inpatient Randomized Controlled Trial of Ad Libitum Food Intake. Cell Metabolism 30, 67-77

Foto: puhhha/123RF.com