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Bisphenol A fördert Übergewicht

Die chemische Verbindung Bisphenol A (BPA) könnte die Entstehung von Typ-2-Diabetes und Adipositas fördern.

wisenschaft-aktuell

© Willfried Wende fotoblend/pixabay

BPA ist in der Lage, das endokrine System zu stören und dadurch sehr ähnliche Effekte hervorzurufen, die auch beim Metabolischen Syndrom auftreten. Dazu zählen vergrößerte Fettzellen oder erhöhte Blutfettwerte. Der sogenannte endokrine Disruptor ahmt im Stoffwechsel die Wirkung von Östrogenen nach und beeinflusst so das Hormonsystem. Dabei scheint er an Rezeptoren der insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse zu binden, eine Insulinresistenz zu fördern und so ein zusätzlicher Risikofaktor für die Entwicklung von Fettleibigkeit zu sein. Unklar bleibt laut der Autoren der Meta-Analyse, wie groß die Wirkung verschiedener BPA-Konzentrationen auf den Menschen tatsächlich ist. Viele Produkte des täglichen Gebrauchs wie Plastikflaschen, Verpackungen, Konservenauskleidungen und Plastikspielzeug enthalten BPA. Besonders Kinder sollten dem Stoff möglichst wenig ausgesetzt sein. Daher fordern die Wissenschaftler, den Einsatz in der Industrie möglichst zu reduzieren.

Quelle: Julia Bansner/Hans-Helmut Martin. UGBforum 06/21, S. 302

Literatur

Pérez-Bermejo M et al. (2021). The Role of the Bisphenol A in Diabetes and Obesity. Review. Biomedicine. https://doi. org/10.3390/biomedicines9060666