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Adipositas schadet dem Gehirn

Übergewicht geht mit zahlreichen gesundheitlichen Problemen einher. Nun fanden Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig heraus, dass es sich auch negativ auf das Gehirn auswirkt.

wissenschaft aktuell Das sogenannte Default Mode Network (DMN) im Hirn – ein Netzwerk von Nervenzellen – ist unter anderem zuständig für das Erinnern und Planen von Handlungen. Bei adipösen Menschen sind die Verbindungen in diesem Netzwerk schwächer ausgeprägt und einzelne Hirnregionen arbeiten schlechter zusammen, so das Ergebnis der Studie.
In Zusammenarbeit mit dem Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationskrankheiten (LIFE) wurden 712 gesunde 60- bis 80-jährige Probanden untersucht. Ein beeinträchtigtes DMN gilt als Anzeichen für ein erhöhtes Alzheimerrisiko und zeigt sich lange vor Beginn der Krankheit.

Ziel weiterer Untersuchungen sollte sein, die Entwicklung des DMN durch eine Gewichtsreduktion und andere Interventionen zu erfassen.

Quelle: Bansner J. UGBforum 4/17, S. 198

Literatur:
Beyer F et al (2017). Higher Body Mass Index is Associated with Reduced Posterior Default Mode Conectivity in Older Adults. Human Brain Mapping. 38, 3502-3515



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