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Was ist Strophantin und wo kommt es vor?

Strophantin ist eine Sammelbezeichnung für Glykoside, die von Hundsgiftgewächsen gebildet werden. Strophantin wird als rasch und kurz wirksames Herzglykosid bei Herzinsuffizienz eingesetzt.

Strophantus, die Gattung Hundsgiftgewächse, umfasst ca. 50 Arten, die in den tropischen Gebieten Afrikas und Asiens gedeihen. Hundsgiftgewächse sind Lianen mit endständigen, glockenförmigen Blüten und aus je zwei Teilfrüchten bestehenden Balgfrüchten, die zahlreiche, mit einem federartigen Flugapparat versehene Samen enthalten. Insbesondere die Samen der Arten Strophantus gratus und Strophantus kombe enthalten giftige, herzwirksame Glykoside. Zur pharmazeutischen Gewinnung von g-Strophantin wird Strophantus gratus angebaut.
Ursprünglich nur als Pfeilgift verwendet, gelangte Strophantin bereits 1860 nach Europa. Seit 1906 wird es intravenös in der Herztherapie eingesetzt.

Hinweise darauf, dass Nutzpflanzen Strophantin enthalten und von daher nicht oder nur in geringen Mengen als Lebensmittel verwendet werden sollten, finden sich in der einschlägigen Literatur zur Toxikologie und Nutzpflanzenkunde nicht.

Literatur:
Bibliographisches Institut (Hrsg.): Meyers Enzyklopädisches Lexikon. 9. Auflage, Band 21, Lexikon Verlag, Wien 1977

Stand: 2007



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