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Ist die Maul- und Klauenseuche für den Menschen gefährlich?

Eine Infektion des Menschen mit der Maul- und Klauenseuche (MKS) ist sehr selten und hat einen harmlosen Verlauf. Bedeutender als die gesundheitlichen sind die wirtschaftlichen Gefahren, wenn es zu einer Ausbreitung der Seuche kommt und infolge dessen ganze Tierbestände vernichtet werden müssen.

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine Viruserkrankung, die hauptsächlich Paarhufer wie Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen befällt. Das Virus ist mit Ausnahme von Nordamerika, Neuseeland und Australien weltweit verbreitet. Die Übertragung der Erreger auf den Menschen ist sehr selten. Eine Infektion ist über direkten Kontakt mit infizierten Tieren, kontaminierte Gegenstände oder über die Luft möglich.

Beim Menschen äußert sich die Erkrankung als entzündliche Hautveränderung. Sehr selten kommt es nach 2-8 Tagen zu einer fieberhaften Allgemeinreaktion mit Hautausschlag. In der Regel folgt eine rasche Spontanheilung. Komplikationen mit Beteiligung des Zentralnervensystems sind beim Menschen bisher nicht bekannt. Allerdings kann der Mensch die Erreger mehrere Monate auf den Schleimhäuten beherbergen und andere Tiere oder Menschen anstecken.
Beim Tier führt die fieberhafte Viruserkrankung zur Bildung von Bläschen (Aphten) und Erosionen an Schleimhäuten und unbehaarten Teilen der Haut insbesondere im Bereich des Mauls und der Klauen. Die Erkrankung führt bei erwachsenen Tieren meist nicht zum Tode, kann aber z. B. bei Rindern einen langanhaltenden Leistungsabfall bewirken. Bei Jungtieren kann eine Schädigung des Herzmuskels auftreten.
Das MKS-Virus weist eine sehr hohe Widerstandsfähigkeit auf. So bleibt es z. B. in ungenügend erhitzten Milchprodukten, Gefrier- oder Pökelfleisch monatelang, in Trockenmilch bis zu 18 Monate und an Rinderhaaren bis zu 4 Wochen infektiös. Eine rasche Inaktivierung erfolgt bei Sonnenlicht, Trockenheit, pH-Werten unter 6,0 und Temperaturen über 50 Grad C.

Die MKS bei Nutztieren ist anzeigepflichtig und die Behandlung in den meisten Ländern verboten. Seuchenverdächtige und erkrankte Tiere werden gekeult und die Kadaver unschädlich beseitigt. Zusätzlich erfolgen weitreichende Sperr- und Quarantänemaßnahme, unter anderem wird der Personen- und Tierverkehr stark eingeschränkt.

Literatur:
N.N.: Maul- und Klauenseuche. 3 S., aus: http://www.animal-health-online.de/drms/mks1.htm vom 05.03.2001 N.N.: Maul- und Klauenseuche. 1 S., aus: http://www.medizin-netz.de/reisemedizin/japan.htm

Stand: 2007



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