Wer unter Hypertonie leidet, ist nicht allein. Laut der Deutschen Hochdruckliga haben 20 Millionen Bundesbürger Bluthochdruck. Bedenklich ist, dass mehr als sechs Millionen davon nichts wissen und weitere sechs Millionen nicht ausreichend behandelt werden. Dabei kann jeder selbst etwas tun, um den Blutdruck in den Griff zu bekommen.

Bluthochdruck erhöht das Risiko für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenkrebs und Diabetes Typ 2. Die Krankheitszeichen setzen langsam und unmerklich ein. Nicht selten treten erst dann Symptome auf, wenn Organe und Gefäße bereits geschädigt sind. Auf einen erhöhten Blutdruck können unspezifische Anzeichen hinweisen wie Schwindel, Kopfschmerz, Sehstörungen, verminderte Leistungsfähigkeit, Neigung zu Atemnot und Herzklopfen, Wahrnehmung des Pulsschlags in der Brust, am Hals oder im Kopf oder Ohrensausen. Mehr als 80 Prozent der Betroffenen leiden unter der primären Hypertonie. Hier spielen genetische Faktoren eine Rolle. Bei der sekundären Hypertonie liegt zuvor eine Grunderkrankung vor, in deren Folge es dann zu Bluthochdruck kommt. Die Risikofaktoren, die neben der genetischen Veranlagung zur Entstehung der primären Hypertonie führen, sind vielfältig. Die wichtigsten sind Übergewicht, hoher Kochsalzverzehr, Stress und ungünstige Ernährungsgewohnheiten. Besonders gefährdet sind Menschen mit abdominellem Fett, also Bauchfett. Epidemiologische Studien zeigen zudem, dass ein hoher Kochsalzkonsum mit dem vermehrten Auftreten von Bluthochdruck verbunden ist. Stress, Alkohol und Rauchen steigern ebenfalls das Risiko. Bei den leichten Hypertonieformen ist die konsequente Änderung der Lebensführung die erfolgreichste Maßnahme.
Quelle: B. Ebbers: UGB-Forum 6/09, S. 297-300| Zum Ausdrucken und/oder Abspeichern können Sie sich den Artikel hier auch herunterladen: Um das PDF aufzurufen, benötigen
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