Wer abnehmen möchte oder seine Ernährung umstellen will oder muss, steht oft ratlos vor dem schier unübersehbaren Markt der Diätkonzepte. UGB-Gesundheits-Trainerin Lucia Pferdekamp begleitet ihre Kursteilnehmer seit vielen Jahren erfolgreich mit dem UGB-Abnehmprogramm.

Den ersten Baustein des Kursprogramms führe ich mit dem Ernährungstraining (10 Kurstermine) und einem Vollwert-Kochkurs (3 Kurstermine) durch. Den zweiten Baustein teile ich in die Frischkost-Kochpraxis (3 Kurstermine) und einen Kurs Neuer Lebensstil - wir können nur tun, was wir können mit dem Training persönlicher Fähigkeiten (8-10 Kurstermine) auf. Beide Bausteine werden in der Regel mit Bewegungsangeboten kombiniert.
Bei einem ersten Informationstermin lernen Interessierte den Unterschied zwischen Reduktionsdiäten und dem UGB-Abnehmprogramm kennen. Sie erfahren, wie sie ungünstige Ernährungs- und Lebensweisen schrittweise verbessern können. Reduktionsdiäten zielen lediglich auf eine Gewichtsabnahme. Mit dem UGB-Programm können die Teilnehmer dagegen ungünstige Verhaltensmuster ursächlich korrigieren. Ihr Kurserfolg ist abhängig von der Art und Weise, wie sie Veränderungen in ihrem Ernährungs- und Lebensstil vornehmen. Diese Sichtweise, einen Kurserfolg nicht nur in abgenommenen Kilos zu messen, erleben die Abnehmwilligen häufig als befreiend. Sie können ohne Druck ihre eigenen Möglichkeiten zur Verhaltensänderung aufspüren und den nächsten machbaren Schritt planen und umsetzen. Meine Rolle als Kursleiterin sehe ich darin, die Teilnehmer in ihrem Vorhaben mit Hilfe des UGB-Programms zu unterstützen. 90-100 Prozent der Anwesenden melden sich unter diesen Voraussetzungen nach dem Infoabend gerne zu den Kursen an.
Die Teilnehmer lernen den Einfluss der Ernährung auf die Gesundheit kennen und sollen sich klar werden, welche Möglichkeiten sie selbst zur Verbesserung ihrer Lebensqualität haben. Dazu erarbeiten sie beim ersten Kurstermin, welche gesundheitlichen Vorteile sie durch eine Ernährungsumstellung erreichen wollen und welche Ziele sie anstreben. Um ihrem Vorhaben eine stärkere Verbindlichkeit zu verleihen, schließen sie einen "Vertrag mit sich selbst" ab.
Durch das Reflektieren ihrer eigenen Ess- und Trinkgewohnheiten sollen die Teilnehmer ihren individuell günstigen Essrhythmus finden. Die meisten meiner Kursteilnehmer bringen reichlich Diäterfahrungen mit und haben mehr oder weniger nach einer Kalorientabelle gelebt - und das mit ständig schlechtem Gewissen. Sie haben oft das Gefühl für ihre individuell richtige Nahrungsmenge in einer ernährungsphysiologisch sinnvollen Zusammensetzung verloren. Deshalb protokollieren die Teilnehmer zunächst eine Woche alles, was sie essen und trinken. Zusätzlich halten sie fest, wie, wann und wo sie ihre Mahlzeiten einnehmen. In der folgenden Unterrichtseinheit stelle ich zur Orientierung eine ausgewogene Tagesmenge von etwa 1800 Kilokalorien vor. Diese Nahrungsmenge muss nicht gegessen werden, sie ist erlaubt! Manche müssen erst wieder lernen, sich mit Erlaubnis satt zu essen und erleben dies als Befreiung von selbst auferlegten Diätzwängen. Erst wenn Essen nicht mehr als Sünde erlebt wird, können Freude und Genuss am Essen wieder entstehen.
Oft müssen die Teilnehmer erst wieder entdecken, dass körperliche Bewegung Spaß macht. Wir besprechen, was Bewegung über die reine Fettverbrennung hinaus im Organismus bewirkt und zeigen an einfachen Bewegungsübungen, wie die Teilnehmer mehr Spaß an Bewegung gewinnen und ihren Alltag bewegter gestalten können. Die Teilnehmer werden aber auch dazu angeregt, die von mir organisierten, parallel zum Ernährungskurs auf die Gruppe abgestimmten Bewegungsangebote wahrzunehmen, wie Nordic-Walking oder Ganzkörper-Training im Fitnessstudio.
Nach dem Ernährungsprogramm essen die Teilnehmer in der Regel deutlich mehr Gemüse und Obst, gehen sparsamer mit Fett um und kaufen hochwertigere Fette und Öle, sie verwenden häufig mehr Vollkornprodukte und essen weniger Fleisch. Der Organismus ist nun auf eine schrittweise Gewichtsreduktion vorbereitet. Oft nehmen die Teilnehmer aufgrund der Ernährungsumstellung und Normalisierung des Essverhaltens bereits erfolgreich zwischen zwei und sechs Kilogramm ab, je nach individueller Disposition und Problemlage. Die Teilnehmer bauen oft mehr Bewegung in ihrem Alltag ein. Mit dem aufbauenden Frischkostprogramm sollen nun die Erfolge aus dem Ernährungsprogramm stabilisiert und eine schrittweise Gewichtsreduktion erreicht werden.
Das UGB-Abnehmprogramm ist ein flexibles Kurskonzept. Es gibt mir als Kursleiterin viele Möglichkeiten, mich auf unterschiedliche Zielgruppen (z. B. sozial Schwächere) und Ausgangssituationen (z. B. Räume mit oder ohne Küche) einzustellen, ohne die Ziele des Programms aus den Augen zu verlieren. Die Rückmeldungen von meinen Teilnehmern sind durchweg positiv. Etwa die Hälfte meiner neuen Kursteilnehmer kommt auf Empfehlung von Ehemaligen zum UGB-Abnehmprogramm. Dies zeigt die Zufriedenheit der Teilnehmer, macht aber auch deutlich wie wichtig dieses Konzept als Alternative auf dem Diätenmarkt ist.
Onlineversion von:
Pferdekamp, L.: UGB-Forum 1/06 S. 38-40Das UGB-Abnehmprogramm
Zur Durchführung des Programms wird eine umfangreiche Qualifizierung vorausgesetzt. Die Kursleiter absolvieren zwei Fortbildungsbreiche:
Im Anschluss daran ist der Erwerb des UGB-Abnehmprogramms mit umfangreichen Kursunterlagen möglich. Die Kurzeinweisungen finden in der Regel direkt im Anschluss an das Trainingsseminar Lebensstile statt.
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