Brokkoli ist besonders für seine Gehalte an Carotinoiden und Glucosinolaten bekannt, die beide eine krebshemmende Wirkung zeigen. Doch Brokkoli ist nicht gleich Brokkoli. Kräftig grüne Sorten wie "Emperor" weisen wesentlich höhere Gehalte an den Carotinoiden Lutein und Beta-Carotin sowie an Chlorophyll a und b auf als die graugrüne Sorte "Marathon" und der violette "Viola". Drei Wissenschaftlerinnen des Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau in Großbeeren untersuchten, inwieweit Sorte, Witterung und Düngung die Menge an bioaktiven Substanzen beeinflussen.

Auch der Gehalt an Alkyl-Glucosinolaten erwies sich als sortenabhängig. Besonders reich an dem antikanzerogenen und antimikrobiellen Pflanzenstoff war die Sorte Marathon. Wurde der Boden mit Schwefel gedüngt, stieg der Gehalt der schwefelhaltigen Glucosinolate um das 5-fache an. Besonders viel bioaktive Substanzen enthielt Brokkoli, der im Herbst bei kühlem Klima angebaut wurde. Niedrige Durchschnittstemperaturen von 12-16 °C bewirkten hohe Carotinoidgehalte. Kletterte die Temperatur über 16,5 °C, sanken die Konzentrationen bei allen Sorten um 30-60 %. Ähnliche Resultate zeigten sich auch für die Glucosinolate. Die Erkenntnisse ermöglichen es, Brokkoli mit besonders hohen Gehalten an bioaktiven Substanzen zu produzieren.
LITERATUR:
Schreiner, M. u.a.: Bioaktive Substanzen im Gemüse. Eine neue Dimension der Produktqualität. aus: www.bml.de/forschungsreport/rep1-00/garten.htm, 23.08.2000
Quelle: UGB-Forum 5/2000, S. 272
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Lustvoll schlemmen mit bioaktiven Substanzen – Power-Food
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