Die Gehalte an krebserregenden Dioxinen und polychlorierten Biphenylen (PCB) in Lebensmitteln gehen allmählich zurück; die Belastung der Muttermilch ist allerdings immer noch hoch. Während Dioxine bei der Verbrennung chlorhaltiger Stoffgemische entstehen, gelangen PCB´s über Schmiermittel, Weichmacher für Kunststoffe, Dichtungs-, Klebe- und Isoliermassen, Flammschutzmittel oder Trägersubstanzen für Insektizide in die Umwelt. Aufgrund des vielfältigen Einsatzes sind PCB´s etwa viermal häufiger verbreitet als Dioxine, die allerdings giftiger sind. Beide Substanzen sind sehr langlebig und reichern sich im Fettgewebe an. Bei den Lebensmitteln stellen Fleisch, Fisch und Eier mit 69 Prozent die Hauptquellen dar, aus Milch und Milchprodukten stammen 26 Prozent der ernährungsbedingten Belastung.
Die Weltgesundheitsorganisation schlägt für die akzeptable tägliche Aufnahme einen ADI-Wert von 1-4 Pikogramm Toxizitätsäquivalente Dioxin pro Kilogramm Körpergewicht vor. In Deutschland wird aus Sicherheitsgründen von 1 Pikogramm als Grenzwert ausgegangen. Im Gegensatz zu früheren Jahren wird dieser Wert bei Lebensmitteln heute eingehalten. Österreichische Untersuchungen zeigen, dass die Dioxinbelastung von Lebensmitteln und Muttermilch seit 1989 um die Hälfte zurückgegangen ist. Bei Frauenmilch liegen die Werte aber immer noch ein Vielfaches über dem ADI-Wert. Deswegen fordern die Autoren trotz des Rückgangs, die Freisetzung der Schadstoffe in die Umwelt einzuschränken.
LITERATUR:
Luf, W.: Dioxin und andere umweltbedingte Rückstände. In: Ernährung/Nutrition 3, S. 111-115, 2000
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