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Fertiggerichte: Ungesunde Schnellküche?
Dipl-Chem. Susanne Donner
Fischstäbchen, Tiefkühlpizza und Dosenravioli haben ein schlechtes Image. Viele Fertiggerichte kommen mit wenig Vitaminen, schlechtem Fett und zu vielen Kalorien daher. Dennoch erfreuen sie sich wachsender Beliebtheit. Ist wirklich alles ungesund, was sich schnell zubereiten lässt?
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In deutschen Familien kommen Fertiggerichte mittlerweile etwa jeden dritten Tag auf den Tisch. Das fand das Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) heraus. Im Schnitt enthalten Fertiggerichte weniger Vitamin A und C, Calcium, Eisen, Ballaststoffe und vor allem mehr Fett als frisch zubereitete Speisen. Kinder, die häufig Fertigprodukte essen, legen deshalb rascher an Gewicht zu als ihre Mitschüler. Experten monieren nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität der zugesetzten Fette. Einige Fertiggerichten wie Pommes und vorfrittierte Cordon bleu enthalten obendrein problematische Transfettsäuren. Sie treiben das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
und den Cholesterinspiegel in die Höhe. Auch der hohe Salzgehalt der Fertigspeisen ist
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ungesund. Studien belegen, dass 80 Prozent des Salzes heutzutage nicht aus dem Streuer kommen, sondern mit industrieller Nahrung konsumiert werden. Um das Salz über die Nieren auszuscheiden, steigt der Blutdruck, Bluthochdruck ist die Folge. Je länger haltbar und je stärker verarbeitet ein Gericht ist, desto mehr Zusatzstoffe sind erforderlich. Zwar gilt ihre Aufnahme als unschädlich, aber Aromastoffe und Geschmacksverstärker prägen das Geschmacksempfinden. Fertiggerichte sind zudem wenig nachhaltig. Je stärker ein Lebensmittel verarbeitet ist, desto mehr Energie verbraucht seine Herstellung und desto mehr belastet es das Klima.
Quelle: S. Donner, UGB-Forum 6/2008, S. 296-299
Foto: 5 am Tag
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